Jahresfahrt in den Schwarzwald vom 05.08. bis 07.08.2005

Von Elke Köhler

Reiseziel: Mühlenbach bei Haslach im Kinzigtal

Abfahrt: Freitag, 5. August 2005

Punkt 13 Uhr geht’s los. Wir starten in Gustavsburg an der Feuerwehr mit 8 Rollern in Richtung Autobahn. Schon geht’s auf die A60 in Richtung Darmstadt. Am Rüsselsheimer Dreieck geht’s weiter auf die A67 in Richtung Darmstädter Dreieck, von wo wir auf die A5 in Richtung Basel wollen. Ein kurzer Halt am Rastplatz Alsbach wo wir unsere Gäste Heidi und Peter aufgabeln, die die Tour in den Schwarzwald auf ihrem Pantheon mit uns fahren.
Nächster Stopp nach ca. 1 ½ Stunde ist an der Raststätte Bruchsal. Hier wird ein bisschen gegessen, ein bisschen getrunken und vor allem die Pipibox gestürmt.

Schon geht’s auch wieder weiter, und wir fahren problemlos bis kurz vor die Abfahrt Bühl. Plötzlich will die Hexe von Lutz nicht mehr richtig mitmachen. Wir schaffen es noch bis zum nächstgelegenen Parkplatz etwa 5 km weiter. Nun ist guter Rat teuer. Es wird beratschlagt, telefoniert und wieder beratschlagt. Dann beginnt unser Schrauber Bruno in Gemeinschaftsarbeit mit freiwilligen Helfern an der Hexe zu schrauben. Hier was ablassen dort was neu machen, nach den Kerzen schauen usw. Leider ohne großen Erfolg. Wieder ist guter Rat teuer. Und wieder hat unsere Inge die rettende Idee. Sie fragt bei Piaggio Deutschland nach der nächst gelegenen Werkstatt. Alle beschließen, wir verlassen die Autobahn und fahren weiter über die B3 in Richtung Offenburg zu einer Werkstatt. Auf dem Weg dorthin kommen wir in Bühl an einer Piaggiowerkstatt vorbei und fahren kurzer Hand dort auf den Hof. Nach ein paar Fachgesprächen mit dem Werkstattmeister, und nach einiger Diskussion hin und her beschließen wir, wir lassen die Hexe von Lutz dort stehen und packen um. Ab sofort fährt Bruno Sozius mit Peter, Lutz fährt die Hexe von Bruno und das Gepäck von Lutz schnallt sich Elke auf den „Rücken“. Und so geht’s doch noch recht frohen Mutes weiter in Richtung Urlaubsziel.

Mittlerweile ist es nach 18 Uhr, wir möchten alle nur noch ankommen, was gutes essen und trinken und alsbald die Füße hochlegen. Es geht also weiter über die B3 in Richtung Offenburg. Danach über die B33 durch eine traumhaft schöne Landschaft (das Kinzigtal) in Richtung Haslach, bis wir gegen 19 Uhr beim Biersepp in Mühlenbach ankommen.

Dort erwarten uns schon Annette und Heinrich sehnsüchtig auf dem Balkon stehend und winken. Die Beiden sind schon seit ein paar Tagen im Schwarzwald und machen dort die Strassen unsicher.
Jetzt wird abgeladen und die Zimmer bezogen. Danach treffen sich alle zur Fütterung der Raubtiere auf der Terrasse. Die Karte verspricht viel und alle werden satt. Zwischen 22 und 23 Uhr wird dann geschwächelt, alles verschwindet in der Falle und es ist bis zum nächsten Morgen nix mehr zu hören und zu sehen. ( außer vielleicht das eine oder andere geschnarche ..... )

6. August 2005

Um halb 8 hört man schon die ersten Kaffeetassen auf der Terrasse klappern. Wer soll’s anders sein als unsere Kaffeetante Peter Bauer. Und den Axel hat er gleich mit angesteckt. Um 8 Uhr treffen sich alle zu einem leckeren Frühstück in lustiger Runde. Jeder schlägt sich den Bauch voll. Das macht sicher die gute frische Luft. Um 9:15 Uhr heißt es: Treffen an der Garage. Bei leicht bewölktem Himmel geht’s um kurz vor halb 10 los auf große Tour durch denn südlichen Schwarzwald.

Wir fahren in Richtung Waldkirch und kommen dabei durch wirklich schöne Ortschaften. Von da aus geht’s zur Auffahrt zum Kandel ( 1241m). Ein unvergessliches Erlebnis. Den gewaltigen Höhenunterschied von 1000m bewältigen wir über eine serpentinenreiche Straße. Zum Teil mit 25 bis 30 km/h, aber es kommen alle oben an. Und wir werden mit einem phantastischen Panoramablick über den Schwarzwald, die Alpen und die Vogesen belohnt. Auch wenn es da oben recht kühl und ein wenig diesig ist. Es ist traumhaft.

Nach dem kurzen Aufenthalt, bei dem wir natürlich viele Motorradfahrer und einen Gleitschirmflieger sehen, geht’s nach einer kurzen Abfahrt in den Luftkurort St. Peter mit seiner barocken Klosterkirche. Wie auf eine große Wiese gestreut nehmen sich die Häuser des Dorfes aus. In loser Ordnung gruppieren sie sich um die ehemalige Benediktinerklosterkirche St. Peter, die dem Ort seinen Namen gibt.

Nach einem Rundgang durchs Dorf, einem Besuch in der Kirche, kurzes genießen der guten Luft und ein paar Einkäufen in den Souvenirläden geht’s nach ca. einer Stunde weiter über St. Märgen durchs Höllental vorbei am Hirschsprung in Richtung Titisee. Dort gibt’s dann erst mal lecker Kaffee und Kuchen. Zum Beispiel Schwarzwälder Kirschtorte!!!! Mmmmmmhhhhh...

Nach einer schönen langen Pause in der wir die schöne Gegend, das Wasser und die gute Luft in uns aufsaugen und unsere Sinne fast betäubt sind geht’s dann wieder rauf auf die Böcke. Bruno, der die ganze Zeit mit Peter Sozius gefahren ist, beschließt nun, sich bei Elke „hinten drauf zu setzen“. Na das kann ja was werden... denkt sie. Aber super, es klappt hervorragend. Von da ab steigt Bruno nur noch ab, wenn er durch Androhung von Strafe dazu gezwungen wird. Hihihihihi....

Jetzt geht’s weiter zur Hexenlochmühle. Ein absolutes Muss für alle Schwarzwaldtouris. Mit seiner Schindelfassade und zwei großen Mühlenrädern präsentiert sich die fotogene Schwarzwaldmühle von 1825 wie aus dem Bilderbuch. Das Wasser des Heubachs trieb noch bis ins 20. Jh. eine Kreissäge in der Holzmühle an. Heute betreibt der Familienbetrieb ein großes Andenkensgeschäft in dem es schöne Uhren und geschnitzte Weihnachtskrippen sowie kulinarische Spezialitäten aus dem Schwarzwald gibt. Außerdem stellt die Familie in Handarbeit Uhrengehäuse her.

Nachdem auch dieser Fleck der Erde reichlich genossen ist geht’s weiter, wieder in Richtung „Heimat“. Die Fahrt geht durch Furtwangen, von da aus nach Schonach, weiter durchs Gutachtal nach Gutach vorbei am Vogtsbauernhof nach Mühlenbach in unsere Unterkunft..

Nach einer kurzen Pause, in der sich jeder auf seine Weise erholt geht’s weiter zu einem Spaziergang durchs Dorf. Den Abschluss machen wir an diesem Abend im Gasthaus zum Ochsen.

Sollte unsere Tour von ca. 180 km an diesem Tag für irgendwen eine Anstrengung gewesen sein, so wird er an diesem Abend mit einem fürstlichen Essen und guten Getränken reichlich belohnt.

Außer unserem Peter Bauer. Der muss leider den Abend bei Wasser und trockenem Brot fristen. (siehe Foto).

Nach einem Absacker beim Biersepp sind wir auch an diesem Abend recht bald in der Horizontalen. Und wieder ist nichts zu hören außer vielleicht einem leisen schnarchen des Ein oder Anderen.

7. August 2005

Punkt 6 Uhr ist es vorbei mit der Nachtruhe. Nicht nur dass die Kirchenglocken gegenüber einen Höllenlärm machen, ne, zu allem Überfluss werden Kanonenböller abgeschossen. Und das gleich 6 mal. Nun ja, alle sind kurz wach, verschwinden dann aber doch noch mal in den Federn. Nur unsere Heidi, die kriegt von all dem nix mit. Später haben wir dann erfahren, dass die Kirche einen hohen Feiertag hat, und der Tag deshalb so lautstark begrüßt wurde. Wieder haben wir uns um 8 Uhr zum reichhaltigen Frühstück getroffen, bei dem es auch an diesem Morgen wieder richtig lustig zugeht.

Dann haben alle ihre Sachen gepackt und ausgecheckt. Noch ein kurzer Workshop im Hof um zu schauen was mit Gisberts Lichtanlage los ist, und schon sitzen wir gepackt auf unseren Rollern und es geht los in Richtung Heimat. Leider erst mal im strömenden Regen. Aber nach ca. 20 km kommt die Sonne wieder raus und wir haben wunderbares Wetter. Einen Abstecher haben wir noch in Allerheiligen zu den Wasserfällen gemacht. Auch Büttensteiner Wasserfälle genannt stürzen sie über sieben Kaskaden zum Tal. Die insgesamt 83m hohen Fälle wurden 1840 durch einen malerischen (anstrengenden) Treppenweg erschlossen.

Bis die letzten sich hoch geschleppt haben, sind die Ersten schon mit ihrem Kaffee fertig. Aber es hat sich gelohnt und ohne Fleiß keinen Preis.

Nach einem kurzen Abstieg (im Gegensatz zum Aufstieg) geht’s wieder auf die Roller und weiter in Richtung Heimat über die Schwarzwaldhöhenstraße. In Höhe des Mummelsee hat’s uns leider arg erwischt. Wir werden ordentlich von oben gewaschen, bis wir in Baden-Baden angekommen sind. Hier gibt’s einen Tankstopp und nun geht’s weiter in Richtung Autobahn. Es ist ja „schon“ 14 Uhr.

An der Raststätte Bruchsal wird dann noch mal eine Kaffeepause eingelegt. Von da aus geht’s mit Zuckerbrot und Peitsche nach Hause. Ein Schauer jagt den anderen. Sind wir gerade mal wieder trocken, so können wir gewiss sein, es wird nicht so bleiben. Sogar Blitz und Donner begleiten uns.

Aber alle sind gut und ohne Zwischenfälle zu Hause angekommen. Es war ein tolles Wochenende mit einer tollen Truppe und der besten Chefin die wir nur haben können. Vielen Dank an Sie für die Ausarbeitung dieses Wochenendes und die Führung beim Fahren und allem Anderen.

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