Abrollern - Erntedankfest der Apfelmosterei Heil im Hessenpark am 01.10.2006

Von Detlef Hennig

Kurz vor dem Aufstehen und mit 2 "Neulingen" im Club ging es erst mal auf den Hausberg der Hexagonfreunde, den Feldberg im Taunus. Da es im Rheintal noch relativ „schattig“ war, überraschte uns der zunehmende Nebel und das feuchte Blattwerk auf den Strassen nicht. Auf 878 m bei w e i t unter 0 Grad, Entschuldigung ich habe die 1 vergessen, also unter 10 Grad, ging es erst mal zum warmen Kaffee in den Feldberghof. Vorher schälten wir uns aus den Regenklamotten und dann zum warmen Kaffee. Einigermaßen aufgewärmt waren nun die Roller nass, da es zwar nicht geregnet aber der feuchte Nebel sich überall niedergeschlagen hatte. Unverdrossen ging es dann Richtung Hessenpark ins Tal, und wenn Engel, bzw. Hexen reisen, reißt der Himmel auch auf und die wärmende Sonne begleitete uns von nun an. Im Hessenpark stießen Peter und Angelika zu uns. Wahrscheinlich nicht aus dem Bett gekommen und dann direkt über die Autobahn. Der Hessenpark bei Neu-Anspach ist ein Freilichtmuseum. Es werden historische Häuser aus allen Regionen Hessens abgebaut und originalgetreu wieder im Hessenpark aufgebaut. So beherbergt das Museum über 100 Gebäude und ca. 100 Gebäude liegen noch "auf Lager" und warten auf ihren Aufbau. Die Gebäude werden in regionale Gruppen zusammengefasst und so entsteht ein Eindruck des jeweiligen historischen Landesteils Hessens. Landwirtschaft und Viehwirtschaft wird betrieben wie früher, und wie zum Beispiel beim Erntedankfest kann man der Vermostung der Äpfel zuschauen. Natürlich sind entsprechende Waren auch käuflich zu erwerben. Vom Brot, gebacken wie früher, bis zur Tracht ist alles da, was das Herz begehrt.Am großen Marktplatz, noch vor dem Eingang empfängt uns die erste Häusergruppe. Hier sind auch die meisten Läden. Wir haben uns erst mal in der Mitte am Brunnen getroffen um dann in der Kirche zu beichten.

Bruno machte sich hier mit seiner Rolle im Fasching vertraut, wo er den Pater abgeben sollte. Dann geht es in die Kelter zum Mosten, und nachdem man sich mit den Pferden vertraut gemacht hat, auch die geben Äpfel,konnte man sich die "Vermostung" direkt anschauen. Nach dem langen Rundgang, vielen Kaffeepausen (gell Peter!), wurde dann in der Wirtschaft ein zünftiges Essen eingenommen. "Für den Nachhauseweg benötigt man einen Rollerschlüssel". Dies stellte Peter mit völlig bleichem Gesicht vor seinem Roller fest. Nach den ersten Mutmaßungen evtl. doch nicht verloren, sondern „vielleicht im Topcase oder doch unter der Sitzbank“ haben die bei uns dafür zuständigen und ausgerüsteten Spezialisten das Topcase auseinander genommen – aber kein Schlüssel. Also kurzerhand Sonderfahrt mit Bruno als Sozius nach Hause, Ersatzschlüssel und zurück. Der Rest der Truppe macht sich auf den Nachhauseweg und wie die Neuen schnell mitbekommen haben, die Mannschaft kommt an keiner Eisdiele vorbei. Nach dem obligatorischen Besuch fuhr man nach einem gelungenen Abrollern und einem schönen Tag heim. Vielen Dank an unsere Rollermama Inge, die die Führung der Truppe und die Auswahl der Strecke wie immer hervorragend im Griff hatte.

PS. Peter hatte am Mittwoch seinen Schlüssel wieder und wahrscheinlich deshalb den Roller verkauft. Ein Roller, bei dem man den Schlüssel verliert, kann nicht gut sein. Er fährt jetzt Peugeot Satelis (aber auch Franzosen haben die Technik mit dem Schlüssel eingeführt – also aufpassen Peter!)

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