Anrollern - 26. Anlassen in Niedergründau am 22.04.2007

Von Detlef Hennig

Mit 12 Rollern und 3 Motorrädern ging es fast schon traditionsgemäß zum "26. Anlassen" nach Niedergründau/Gelnhausen. Die Abfahrt um 08:30 Uhr hatte tatsächlich jeder geschafft. Teilweise über die Autobahn bei strahlendem Sonnenschein, aber noch 12 kalten Graden Celsius (gefühlten 5 - gell Birgit!) trafen wir gegen 10:00 auf dem Gelände ein und wurden entsprechend zwischen die Motorräder eingewiesen.

Hier war alles zu sehen, was das Herz begehrt, von den großen Gold Wings und Trikes bis hin eben auch zu Motorrollern war alles vertreten. Nach einer Stärkung mit Brötchen, Bratwurst und einem heißen Kaffee haben wir dann die Plätze in der Bergkirche Niedergründau eingenommen.

Um 12:00 ging der Gottesdienst der evangelischen Landeskirchen von Kurhessen Waldeck sowie Hessen und Nassau unter Leitung von Pfarrer "Rupi" Müller-Schiemann los. Unterstützt wurde der Gottesdienst von der Band "Rent-a-Band" . "Rupi" kam hierzu mit seinem Motorrad vor den Altar gefahren. Neben einem interessant gestalteten Anlassgottesdienst und dem Motto David und Goliath, oder das Gesetz des Stärkeren hat im Straßenverkehr nichts zu suchen, wurden auch eine Trauung und 2 Taufen in diesem Rahmen vorgenommen. Dieser wich sicherlich stark von den gewohnten Gottesdiensten ab, aber gerade darum war die Kirche auch gefüllt bis zum letzten Stehplatz. Es bleibt die Hoffnung, dass sich die "Biker" auch den Appell vernünftig und umsichtig zu fahren für die gesamte Saison zu Herzen nehmen. Erfreulich, dass die Kirche die Seelsorge für die Motorradfahrer aufrechterhält, die eigentlich dem Rotstift zum Opfer fallen sollte. Der Verband christlicher Motorradfahrer hat darum gekämpft und in vorbildlicher Weise dieses Ziel erreicht. Bis 2010 ist diese Einrichtung zumindest "gerettet".

Nach dem Gottesdienst ging es dann zum großen Zweiradkorso für Verkehrssicherheit über 28 km von Niedergründau nach Gelnhausen mit 1988 Motorrädern und 12 Rollern. Wie schnell der Weg von der Toilette zum Parkplatz zurückgelegt werden kann, bewies dabei unsere Claudia vor dem Korsostart, die es dann noch geschafft hat, Helm und Jacke ebenfalls in Rekordzeit anzulegen (Wir sollten dies als olympische Disziplin beantragen - wie wär's mit Toilettensprint mit Helmjacketposing)

Der Korso war ein Erlebnis. Am Ziel angekommen waren dann s e h r lange Schlangen vor den Getränke- und Imbissständen, so dass wir es vorgezogen haben, in eine Gartenwirtschaft in der Nähe der Heimat den Tag ausklingen zu lassen. Die Schnitzel, Hand- und Kochkäse im Gundhof in Walldorf haben gemundet und man begab sich gegen späten Nachmittag auf den Nachhauseweg.

Ein Lob auf alle Fälle auch an die Veranstalter und die vielen Helfer, die dieses "Event" hervorragend organisiert haben.
PS. Es bleibt das unbestimmte Gefühl, dass "Rupi" doch ein Bruder von Bruno sein muß.Vielleicht Zwillinge als Baby getrennt und dann sein Hang als Pastor zur Fastnacht usw.

Bildergalerie