Abrollern am 27. Oktober 2007
Frühstück in Worms - Rundfahrt durch Rheinhessen - 230km bis 250 km je nach Abfahrtsort

Von Inge Schulze

Dank der Zeitumstellung konnten wir nach einer Stunde längerem Schlaf pünktlich um 8.30 Uhr in Gustavsburg an der Feuerwehr starten. Mit von der Partie waren Peter aus MZ-Mombach, Elke aus Wiesbaden, Waldemar aus Frankfurt, Norbert aus Ginsheim, Bruno und ich aus Gustavsburg sowie dann ab Mainz Laubenheim noch Claudia und Lutz und ab Worms Günther aus Riedstadt-Leeheim sowie Peter und Heidi mit Sohn Andreas aus Alsbach-Hähnlein.

Die, die nicht mit waren, konnten nicht wegen Terminen oder Nägel in Hinterreifen...

Im Hagenbräu in Worms ging es sofort an das Frühstücksbüffet, um für die Tour gut gerüstet zu sein. Detlef und Petra kamen mit dem Auto nach, weil, wie gesagt Nagelprobleme...

Pünktlich und unter viel Gelächter ging es dann um halb 12 los zu einer Fahrt ins Blaue quer durch Rheinhessen. Da wir hier schon oft und viel gefahren sind, habe ich mir dieses Mal auf der Landkarte die "weißen" Straßen ausgesucht, um Orte zu durchrollern, die wir weder dem Namen nach noch von der Optik kannten.

Also erste Station war Worms-Pfeddersheim, das wir über die B47 erreichen wollten zu durchfahren, was wir aber nicht so schnell erreichen sollten, da auf dem Autobahn-Zubringer zur A61 Kaiserslautern-Koblenz die Hexe von mir mit einem letzten aufbrausenden Geräusch und fliegenden Fetzen den Geist aufgab. An den Straßenrand, nachgeschaut, Antriebsriemen war gerissen, also das Aus für meine Hexe für diesen Tag. Der Abschleppdienst Gräf aus Worms half uns schnell und unbürokratisch und brachte die Hexe nach Hause, wir fuhren weiter nun mit anderer Formation. Bruno überließ mir seine "neue Hexe" und fuhr mit Peter Bauer als Sozius auf dessen Peugeot Satelis mit.

Nun konnte die Fahrt weiter gehen, und 10 Maschinen mit 12 Personen rollten weiter ins Rheinhessische Hügelland. Über Hohen-Sülzen, Dirmstein, Kallstadt, Leistadt hoch zum Bismarckturm, der durch kleine Straßen eng und gewunden zu erreichen war durch den herbstlich bunt gefärbten Laubwald. In Höningen fuhren wir an den Resten der Abteikirche vorbei um dann etwa 2 km weiter nach Altleiningen zu kommen, dass wir vom Tal her schon bewundern konnten durch die Stadtmauer und die Burg weithin sichtbar. Kurze Absprache zwischen den Mitfahrern, ob wir dort eine Rast einlegen wollen und wir wurden belohnt durch einen herrlichen Ausblick über die Weite des ganzen Gebietes dass sich plötzlich in Sonnenschein präsentiert wie für uns bestellt. Ja wenn Engel reisen, oder Hexen fliegen....

Die Burg Altleiningen wurde im 12. Jahrhundert auf Felsen gebaut und hatte laut der Sage so viele Fenster, wie das Jahr Tage zählt. Die Burganlage bildet der Form des Berges entsprechend ein Dreieck. Der frühere Burggraben dient heute als Freibad, dass in malerischen Kulisse im Sommer gerne besucht wird. In den Kellerräumen befindet sich Deutschlands größtest Vorkommen freilebender Fledermäuse. Eine Besichtigung ist aber auf Rücksicht auf diese Tiere leider nicht möglich gewesen. Die Burg wurde mehrmals zerstört und wieder aufgebaut, Zuletzt 1998-2000 wurde sie als Jugendherberge um- und ausgebaut.

Wir konnten uns fast nicht satt sehen und doch mussten wir wieder von diesem idyllischen Fleckchen aus der Rheinhessischen Schweiz Richtung Heimat starten..

Nachdem alle aufgesessen waren musste Norbert noch kurz mit Rollsplit und seinen Folgen Bekanntschaft machen, konnte sich aber elegant aus dem Sattel flüchten und den Roller nach kurzem "Bodengang" wieder aufrichten . Ein paar Schrammen, ein kleiner Schreck, aber sonst alles wieder o.k. Weiter ging es über Eisenberg, Richtung Kirchheim-Bolanden wiederum über die kleinen Nebenstraßen nach Orbis, Nack, Wendelsheim, Neu-Bamberg bis nach Bad Kreuznach, wo wir erstens tanken und zweitens noch einmal kurz Kaffeepause machen wollten.

Im Kreisel vor dem Tore... haben wir Claudia verlore, oder so ähnlich..

Gut gestärkt traten wir dann die Heimreise über die B420 nach Nierstein an, wo dann ein Teil der Mannschaft mit der Fähre übersetzte um die Heimat zu erreichen, der Rest dann wieder Richtung Mainz rollerte um dort in alle Richtungen in die jeweiligen Garagen zu fahren. Nach einigen Hindernissen aber mit viel Spaß und tollen neuen Eindrücken von unserer näheren Heimat kamen wir dann nach ca. 230 km wieder daheim an. Danke, dass Ihr alle mitgehalten habt und diesen Tag zu einem kleinen Highlight für unseren Club habt werden lassen.

Mir hat es gefallen.

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