Ausfahrt - Von Rheinhessen durch den Donnersbergkreis zur Kauzenburg am 10.06.2007

Von Detlef Hennig

Urlaubsbedingt reduziert fanden sich aber doch 5 wackere Rollerenthusiasten für diese Tour zusammen. Gestartet ist das Team, bestehend aus Elke, Petra, Axel, Günther und Detlef dann erst um 09:30 Uhr, da eher eine kurze, aber nicht weniger interessante Tour bevorstand.

Über Nierstein ging es in die Weinberge über Dexheim, Dahlheim, Weinolsheim in den Donnersbergkreis nach Kirchheimbolanden. In Dittelsbach-Heßloch wurde vorher noch ein Abstecher an das Weinkastell auf dem Kloppberg gemacht, um hier die Aussicht zu genießen. Unterwegs war es auch ein schöner Anblick, als nach einer Senke plötzlich der Donnersberg vor uns auftauchte. Nach Kirchheim-Bolanden ging es durch das Waldgebiet über Bastenhaus direkt auf den Donnersberg auf 687 m Höhe. Am Ludwigsturm angekommen, fand sich nur 1/5 der Mannschaft bereit, den Turm zu besteigen. Das waren aber immerhin 20% der Gruppe, aber immer noch etwas enttäuschend. Dieses Fünftel hat die Aussicht dann allerdings genossen und von einem zufällig anwesenden Touristen ein Beweisfoto schießen lassen. Der Donnersberg selber wird dem Saar-Nahe-Becken zugeordnet und ist das Bindeglied zwischen Rheinischem Schiefergebirge und dem südwestdeutschen Schichtstufenland, war aber nie ein tätiger Vulkan, was die Mitreisenden dann wieder beruhigte.

Zum Mittagessen wurde die nicht ganz einfache, weil sehr holprige Abfahrt, zum Kastanienhof gemeistert. Dieses Restaurant in einem Blockhaus macht einen sehr netten und rustikalen Eindruck und man ließ sich auf der Terrasse im Schatten den Keltenbraten mit einer schönen Aussicht schmecken.

Nach der Pause ging es über Rockenhausen und viel "Gemoschel", sprich Dörrmoschel, Teschenmoschel und Obermoschel über kaum befahrene Strassen mit sanften Kurven weiter, die beim Fahren Spaß gemacht haben. In Obermoschel haben wir die Ruine Landsburg besucht, die zu privaten Feiern auch komplett gemietet werden kann. Die früher mächtige Burg aus dem 11. Jahrhundert hat sogar dem 30-jährigen Krieg widerstanden und wurde erst 1689 von den Franzosen gesprengt.

Die großen Gewölbekeller existieren noch und können für Feiern benutzt werden. Ausserdem ist die ehemalige große Ritterhalle überdacht und hat Wasser- und Stromanschlüsse, wie auch Toiletten. Bei unserer Ankunft waren die Vorbereitungen auf eine Hochzeitsfeier in vollem Gange. Da die Uhr aber bereits 14:30 Uhr anzeigte, die Trauung also wahrscheinlich schon vollzogen war, konnten wir den Bräutigam nicht mehr warnen.

Hier nochmals die Aussicht genossen ging es über Hallgarten und Oberhausen an der Nahe weiter durch sanftes Hügelland mit vielen Kurven. Wieder von Weinbergen umgeben lag die Felswand bei Bad Münster am Stein direkt vor uns. Über eine romantische Brücke über die Nahe führte dann der Weg am Fluß und der Felswand entlang durch das Salinental bei Bad Münster direkt auf die Kauzenburg nach Bad Kreuznach. Hier wurde in dem Burgrestaurant mit toller Aussicht über Bad Kreuznach Eis geschlemmt, dass mit "viel Liebe" nach Aussagen der Bedienung zubereitet wurde, was immer dies auch heißt.

Zum Abschluss fuhr die Gruppe über Ingelheim. 80 % der Teilnehmer, Axel mußte direkt nach Hause, ließ die Tour auf dem Lenneberg bei Wurstsalat und "gepellten" Bratkartoffeln ausklingen, was Günther auch sofort rügte. Hier konnte Günther das letzte Mal für diesen Tag (wenigstens unseres Wissens nach) mit einer Bedienung freundlich diskutieren, nachdem er schon im Kastanienhof eine Bedienung so verwirrte, dass diese nicht mehr in der Lage war 1 und 1 zusammenzuzählen und er ähnliches auch auf der Kauzenberg geschafft hatte.

Nach ca. 185 km erreichten wir wieder heimische Gefilde und sind dem nahen Gewitter gerade noch mal entkommen.

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