Vierseen-Tour am 08.07.2007

Von Inge Schulze

Die Tour der 1000 Kurven - geführt von Klaus Marneth ... einem befreundeten VESPA-Fahrer aus Wiesbaden..

Abfahrt ist um 8.00 Uhr in Gustavsburg, zweiter Halt in Walluf im Rheingau, um unsere Mainzer und Wiesbadener Rollerfreunde einzusammeln und auf unser Navigationssystem zu warten, welches bei uns nicht TOM TOM heißt sondern nur einmal KLAUS. Dieses Navi führt für Essen und Trinken bei jedem Wetter...empfehlenswert, was mir nach der Fahrt von allen bestätigt wurde.

Also pünktlich um halb neun ging die Fahrt los Richtung Rüdesheim auf der B 42, um kurz vorher in Oestrich-Winkel abzubiegen hinauf in die Weinberge am Schloß Johannisberg vorbei über Stephanshausen, Presberg, hinab ins Wispertal auf der alten Bergrennstrecke für Rennwagen. Diesmal streifen wir das Wispertal nur kurz um gleich wieder Richtung Lorch rechts abzubiegen Richtung Ransel. Doch im Wald geht es dann wieder ganz versteckt links ab in das Örtchen Sauerthal, in dem wir hoch oben die Burganlage sehen können. Doch unsere Strecke führt auf einem engen Wirtschaftsweg entlang kurvig hoch bis nach Weisel, von dort nach Bornich und schon sind wir auf der Loreley, am ersten Tagesziel angekommen. Hier wird sofort das eine oder andere Essbare ausgepackt, die Aussicht ausgiebig genossen und dann für einen Schluck Kaffe und Kuchenstückchen in das dortige Restaurant eingekehrt.

Die Stimmung ist gut, und alle sind sich einig, es kann eigentlich nicht noch besser werden. Das Wetter stimmt auch, also was wollen wir mehr..??

Wieder auf den Rollern, müssen wir erst durch die Schranke des Parkplatzes kommen, wird genau geplant, wie viele mit 3 Parkgroschen auf einmal durchkönnen... zuletzt hatten wir noch Groschen übrig... wie das geht?? Hexerei, kicher kicher...

Wir fahren wieder abwärts und kommen so nach St. Goarshausen und benutzen die Fähre, um auf der anderen Rheinseite weiterzukommen zu unsrem eigentlichen "Höhepunkt", dem 4-Seen-Blick in Boppard. Wieder geht es über befestigte Waldwege die an Schmugglerpfade erinnern sehr steil und kurvig nach oben. Endlich den Parkplatz erreicht, Ein kurzes AH und OH, als wir die 4-Seen sehen. Es ist der alte VATER RHEIN, den wir hier durch sein Geschlängel gleich 4Mal sehen. Alle machen ein Erinnerungsfoto, dann plötzlich ein lautes Geräusch, wir dachten, welches Fahrzeug kommt denn jetzt hier rauf?? Es waren Trike-Fahrer mit sehr verwegen verzierten Fahrzeugen, die uns allen ins Staunen versetzten. Sogar mit Anhängerkupplung für den Wohnwagen waren diese ausgerüstet. Also, unsre Schrauber sind gefragt,.. geht das auch bei uns....auch ohne Totenköpfe würden wir es nehmen... Doch wartet noch eine weitre Strecke auf uns, den wir wollen heute auch noch an die Mosel...Also aufsitzen, wieder hinunter nach Boppard und weiter über Mühltal, Pfaffeneck bis runter nach Löf an die Mosel. Von dort am Fluss entlang Richtung Cochem, dort die Brücke überquerend und alle fragen sich, weshalb können wir nicht hier auch rasten , es ist überall schön und in der Sonne einfach romantisch anzusehen, wie die Fensterscheiben der Burgen und Schlösser uns zuwinken..

Doch unser Navigator Klaus hatte noch eine Überraschung in petto. Er fuhr mit uns noch 8 km weiter an der Mosel entlang bis nach Beilstein, einem reizvollen Moselörtchen, wo umgeben von Weinhängen hoch oben die Burg Metternich steht, deren Bergfried schon aus dem 12. Jahrhundert stammt. Das war der Geheimtipp fürs Mittagsmahl. Der Weg hinauf führte uns zu Fuß durch das kleine verwinkelte Örtchen, in dem sich kaum einer verlaufen kann. Wir mussten ein Tribut zahlen, um zur Burg hinauf zu dürfen, den wir gerne zahlten, denn der traumhaft schöne Panoramablick von der Burgterrasse aus auf das Moseltal versöhnte uns alle für den etwas beschwerlichen Anstieg. Durch unsere scheinbar ansteckende Stimmung, die auf andre Besucher hier oben positiv wirkte, wurden wir mehrfach angesprochen, ob wir ein Gesangsverein seien, denn wir hätten doch Notenschlüssel auf der Brust von unseren Clubhemden... Nicht nur blind, sondern auch taub.. Aber es sah schon gut aus mit blauen Hemden und mit der gleichen Kappe!!! Wie toll würde das erst mit einheitlichen Westen aussehen, aber wir arbeiten ja daran..Ein paar Bilder wurden gemacht, dann aber ging es ans Essen fassen. Der Tipp war gut und günstig, alle waren zufrieden. Ein wenig schade war es, dass Peter und Geli nicht mit hinauf wollten, weil sie dachten, der Weg wäre vielleicht doch zu steil und zu weit. Sie hatten aber unten im Ort direkt bei den Rollern ein schönes Lokal gefunden, um sich auch ausgiebig zu stärken für die Rückfahrt von ca. 100 km, die uns ja jetzt noch bevorstand.

Leider hieß es Abschied nehmen von der Mosel, noch ein kleines Stück begleitete diese uns rechts, bis wir dann nach Senheim abgebogen sind, um eine steile, kurvenreiche Auffahrt Richtung Simmern im Hunsrück in Angriff zu nehmen. Einziger Wehrmutstropfen war, dass wir nun auf einer Bundesstraße eine größere Strecke zurücklegen mussten, um wieder in unserer Heimatrichtung zu kommen. Wir schlängelten uns dann die letzen Kilometer wieder ins Tal Richtung Bacherach, wo wir rechts abgebogen sind ,um nach Niederheimbach zu fahren und dort die Fähre nach Lorch zu entern. Unter großem Hallo wurden wir übergesetzt und fuhren dann wieder auf "unserer" Seite nach Assmannshausen, wo dann noch Kaffe und Kuchen satt sein sollte.

Es stellte sich heraus, dass man dort nur sagen musste "Wie immer" und es funktionierte mit Essen und Trinken. Wenn man Eiscafe bestellte, kam nichts, wenn man Käsekuchen wollte, kam erst nur einer , dann ein zweiter, und dann wieder nichts mehr....Der Trick war, unser Klaus und auch der Peter waren hier schon oft.. so oft, dass auf den Wunsch "wie immer" automatisch entweder ein Kuchen + Kaffe oder ein Schinkenbrot plus Kaffe angerollt kam. Nächstes Mal bestellen wir vorher per Handy....Ab Wiesbaden Schierstein trennte sich dann die Gruppe wieder von Klaus, dem wir hier noch einmal ein herzliches DANKESCHÖÖN. zurufen wollen. Jeder fuhr dann mehr oder weniger in seine Richtung nach Hause, einige nicht ohne vorher noch ein LECKEIS in Biebrich auf die Hand zu geniessen. Alles in allem, wieder ein supertoller Tag.

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