Anrollern - 27. Anlassen in Niedergründau am 13.04.2008

Von Inge Schulze

Wie mittlerweile seit 4 Jahren üblich, fahren wir zum Saisonstart zum Anlassen nach Niedergründau, um uns den Segen vom Bikerpfarrer RUPI für die kommende Saison zu holen. Diesmal war "quer Denken, gerade Lenken" das Motto des Gottesdienstes.

Aber bis dahin war noch ein Weg zu fahren, der diesmal bis zur letzten Minute spannend blieb. Wer fährt mit, wo geht es los, wann geht es los und fahren wir überhaupt, bei dem Wetter...

Nach vielen E-Mails, Anrufen und SMS-Nachrichten dann ist es soweit. Sonntag früh um halb neun geht es los ab Gustavsburg-Feuerwehr und die große Anzahl der wetterfesten, nicht kranken und allseits motivierten Hexagonbesitzern, immerhin 6 Fahrerinnen und Fahrern, setzt sich wie immer mit lautem Hallo in Bewegung Richtung Autobahn Frankfurt, vorbei am Flughafen bis zur Abfahrt Hanau, um dann bis Gründau-Lieblos wiederum die Autobahn zu befahren. Diesmal sind wir wirklich schnell. Innerhalb e i n e r Stunde kommen wir auf dem Parkplatz der Bergkirche in Niedergründau an.

Zeit genug, um gleich Kontakt zu finden mit den Ordnern, die sich uns vorstellten mit den Worten "wir haben letztes Jahr in der Kirche geheiratet" oder "wir wohnen an der Grenze zum Elsaß, kommt uns mal besuchen". Natürlich wurde dann anschließend getestet, ob der Kaffee, die Bratwürste und die belegten Brötchen immer noch so gut schmecken wie in unserer Erinnerung.... N a t ü r l i c h..

Überall ist der Hessische Rundfunk, der heute per Radio und Ende der Woche auch im Fernsehen eine Reportage über das Anlassen bringen will. Es werden Piraten-Tücher verteilt, die uns gleich ein gewisses "Zusammenhörigkeitsgefühl" vermitteln.

Eine Gruppe von Horex-Fahrzeugen kommt an und wird gleich von den Reportern umringt und befragt. Irgendwann sind unser Hexen auch so gefragt, wartet es ab... Aber bis dahin müssen wir die Teile "etwas besser pflegen" Original-Ton eines Hexenfahrers vom VESPA-CLUB Frankfurt. Dieser hatte an seinem 1999 Bj Hexagon einen blinkend sauberen Auspuff, viele Extras angeschraubt und einen gepflegten blauen Lack. Wir haben halt nur unseren "Schraubergott" vorzeigen können, der aber gleich wusste, wie man so einen Auspuff erreicht.. mit Ofenschwärze von Neuheit an...

Gut gestärkt, mit dem jährlichen Button versehen, gehen wir nun in die Kirche, um mal zu sehen, wer da heute schon rockige Klänge rausschallen lässt. Es ist die Gruppe Rent-A-Band, die wir ja vom letzten Gottesdienst schon kennen.

Da ist doch unten im Kirchenschiff noch eine ganze Bank frei... nix wie hin, und vor uns ein Gang, da haben wir endlich mal sitzend freie Sicht..... denkste! Als es richtig los geht, stehen vor uns dichtgedrängt alle die, die erst jetzt angekommen sind und auch dabei sein wollen, wenn RUPI mit seiner Maschine im Mittelgang bis zum Altar vorfährt, als Sozia eine der Bräute des heutigen Tages.

Wie immer ist der Gottesdienst ein Erlebnis besonderer Art, auch geprägt durch die Trauungen und eine Taufe dieses Mal. Hier darf gesungen, geklatscht, gerockt und gelacht werden. Es ist ungezwungen und doch feierlich ernst. Die Ermahnung, uns nicht von allem außen lenken zu lassen, sondern unseren GMV zu benutzen. Was das ist?? Der gesunde Menschenverstand einfach!

So geht es gut gestärkt mit Leib und Seele zum diesjährigen Konvoi, den wir nur teilweise mitfahren, um unterwegs nach Büdingen abzubiegen. Vorbei an der Ronneburg, durch Altwiedermus, wo wieder der FANCLUB am Straßenrand steht um uns zuzuwinken und uns recht zu geben. Miteinander ist alles möglich.

Von Büdingen aus fahren wir auf der B521 über Altenstadt, Nidderau, Karben nach Bad Homburg v.d.H. um dann nach Oberursel zu kommen, wo wir einen Tisch bestellt haben für eine Mittag-Kaffee-Abend-Rast. Im Alt-Oberurseler Brauhaus werden unsere Bedürfnisse nach einem leckeren Mahl sowie einem wärmenden Getränk schnell und gut befriedigt. Inzwischen öffnet der Himmel draußen die Schleusen und putzt unsere Hexen vor der Heimfahrt noch einmal gründlich. Bis dahin haben wir Glück gehabt und sind den Niederschlägen entweder voraus gefahren oder günstig abgebogen. Gegen 17.00 Uhr sind wir wieder in Richtung Heimat unterwegs. Hier trennen sich die Wege der Gruppe und der eine Teil, Günther und Waldemar fahren Richtung Frankfurt auf die Autobahn und der Rest über Königstein, Hofheim, vorbei an der Roten Mühle, Flörsheim, vorbei an der Eisdiele, wo uns aber ein heftiger Schauer erwischt, nach Rüsselsheim, wo Axel abbiegt und Claudi, Bruno und Inge dann bis Gustavsburg noch gemeinsam fahren.

Nach 184 km war es wieder geschafft.. Mensch und Maschinen sind gut daheim angekommen und die Teilnehmer freuen sich auf die nächste Fahrt am 1. Mai, wo es wieder heißt, auf die Hexen, fertig, los!!

Mitfahrer: Claudi, Inge,Axel, Bruno, Günther und Waldemar

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