Hexagontreffen in Bingen vom 30.05.-01.06.2008

Von Inge Schulze

Am Samstag, dem 31. Mai ging es bereits um 8 Uhr los, da wir uns schon zum Frühstück angemeldet hatten.

Wohin?? Wir wollten nach Bingen zu einem Hexagontreffen, zu dem sich Fahrer und Fahrerinnen aus ganz Deutschland angemeldet hatten, wir mit einer stolzen Zahl von 10 Clubmitgliedern, hätten zwar mehr sein können , aber das nächste Mal bestimmt! Dieses Treffen war eine Einladung zum Grillen und Ausfahren mit Gleichgesinnten von einem Mitglied des HEXAGONFORUMS mit dem Namen Kleiner Cowboy, uns bekannt als Peter Bäder.

Bruno, Waldemar und Inge waren am Vortag schon einmal als VORGUCKER dort um den Weg , das Ziel und die bereits angereisten Hexenreiter kennen zu lernen. Es war also schon am Freitag eine Menge los und die Stimmung trotz trübem Wetter gut.

Im Morgengrauen starteten 8 Roller, davon 6 Hexen mit gespannter Erwartung gen Bingen. Dort angekommen, nicht ohne vorschriftsmäßig aufgetankt zu haben, denn zu jeder Ausfahrt sollte mit vollem Tank angetreten werden, laut Satzung... konnten wir erst einmal rund um das Gartengelände von Peter mit Hilfe von uns noch fremden Rollerfahrern mit untergelegten Brettern unsere Roller aufbocken... Dann ein HALLO und Vorstellen der bereits um das Lagerfeuer sitzenden Übernachtungsgäste des Treffens. Ein wenig frühstücken, Kaffee, der uns aus der Tiefe riss, Benzingespräche, Gratulation dem Geburtstagskind Teja nachträglich damit Bruno ein Stück von der Geburtstagstorte bekommt...

Alles in allem ein tolles Gefühl, auch wenn es keine neuen Hexen mehr gibt, so viele Anhänger dieses Piaggio-Sofarollers zu treffen., die nicht tauschen würden gegen einen der Moderneren.. Gisbert, Waldemar und Inge, die schon länger Mitglied in diesem Forum sind, kannten den einen oder anderen unter dem Forums-Namen, aber nicht vom Sehen. Einige waren auch letztes Jahr der Einladung gefolgt und feierten hier Wiedersehen.

Alles in allem wurden die Hexen besichtigt, begutachtet, bewertet und sich mancher Tipp vom Besitzer des einen oder anderen An- oder Umbaus geholt. Alle Farben, viele Baureihen, 125ccm, 150ccm, 200ccm und 250ccm , alles war vertreten, auch ein Gespann. Gisbert, Bruno und Inge waren die einzigen mit Hexagon der "letzten" Baureihe von Piaggio und wurden entsprechend bestaunt.

Nachdem der Gastgeber noch einmal allen für das Kommen gedankt hatte sollte nun die Ausfahrt stattfinden, die mit unserer Hilfe , denn wir waren schon vor einiger Zeit wegen des großen Anmelde-Ansturms, als Tourenguides angeworben worden. Die Route war von Peter festgelegt und wir teilten die Gruppen in Farben auf, legten Teilnehmerlisten zu grün, rot und gelb aus sowie einlaminierte Kärtchen, die dann auch als Namensschilder dienen sollten. Detlef hatte die "gelben" Karten... Seine Liste war mit einem Tourenguide vorne und hinten sowie 13 freien Mitfahrern vorgesehen. Seine Liste war ruck zuck voll, die anderen Farben wollte keiner so recht auswählen. Später war uns klar weshalb, Borussia -Fans, gelb/schwarz gewohnt... grins.

Endlich waren alle Gruppen mehr oder weniger gebildet und es ging, Peter voran, durch das Wochenendgebiet in Waldalgesheim, noch wild durcheinander, da wir noch kurz auf einem kleinen Parkplatz vor Bingen hoch über der Stadt einen Blick auf das "Binger LOCH" werfen wollten. Fotostopp halt.

Peter fuhr mit seiner "grünen" Mannschaft als erster los, wobei Maria und Gisbert das Ende sicherten, und wollte durch Bingen nach Bingerbrück und dann nach Mainz rollern, im 10 Minuten Takt sollten dann zuerst Inge mit Schlussmann Bruno und dann Detlef mit Schlussfrau Elke mit der letzten Gruppe folgen. Diese beiden hatten sich vorher alternative Wege nach Mainz ausgedacht, Detlef war sogar Tage vorher den Weg abgefahren um keine Umleitungen, Baustellen etc. auf dem Weg zu haben, die bei einer fremden Gruppe zum "Abriss" des Konvois führen könnten. Trotz des Abfahrens war dann tatsächlich die entscheidende Strasse gesperrt und die Gruppe musste etwas improvisiert durch die "Pampas" fahren.

Inge verfuhr sich auch gleich bei der ersten Abfahrt nach Bingen - zum Glück, wie sich später herausstellte, fuhr Büdesheim ab merkte gleich.. falsch abgebogen. Doch auf der Karte stand als nächstes Dromersheim, Ockenheim.... gerettet, da liegt doch auch Gau-Algesheim um die Ecke und dann kommt Ingelheim, da wollten wir eh hin. Also wieder auf dem rechten Weg. Nun langsam mit 30 km/h als Guide voran, im strömenden Regen, die lange Schlange von fremden Rollerfahrern hinter sich herziehend. Da viele der Fahrer Konvoifahren nicht kannten, war das eine oder andere Highlight der Ausfahrt vorprogrammiert. Plötzlich kommen von links Rollerfahrer aus der Seitenstraße vor der Gruppe von Inge auf die Hauptstraße eingebogen.

Es ist die Grüne Gruppe mit Peter als Führung und Gisbert und Maria als "Hintermann". Gott sei Dank wir waren in der Zeit... Denkste, denn danach bog ein Teil der Roten Gruppe, die an einer Ampel zurückbleiben musste, in Ingelheim einfach ins Industriegebiet ab. Wollten vielleicht kurz am Baumarkt vorbei, Ersatzteile kaufen..grins.

Aber bald hatte man mit Funk und gutem Willen die Herde wieder zusammen und rollerte über Budenheim nach Mainz. Am Kreisel in Mombach schloss sich der Roten dann plötzlich die Gelbe Gruppe hinten an , die durch Baustellen und Umleitungen, welche inzwischen neu entstanden waren, gezwungenermaßen auf der Autobahn landete ,um jetzt gleichzeitig und pünktlich mit allen zusammen am Theater in Mainz anzukommen. In Mainz stellte man dann fest, dass Inge und Detlef bis auf das Stück Autobahn in etwas den gleichen Weg gefahren sind und wegen der Autobahn die gelbe zur roten Gruppe aufschloss.

Es war schon ein toller Anblick, der nur durch eine Sondergenehmigung von der Stadt Mainz möglich war, so viele Hexagon, 42 waren es inzwischen, dort parken zu sehen. Der Regen hörte plötzlich auf und nun wurden Bilder zur Erinnerung in allen Variationen gemacht, die Borussia Fahne geschwenkt, ein Eis geschleckt, den Dom kurz betrachtet und viel gelacht. Alle ,ob aus Bremen, Dortmund, Gelsenkirchen, Kassel, Oberursel, Usingen, Bingen, Worms, Frankfurt Bischofsheim, Leeheim, Wiesbaden oder Ginsheim-Gustavsburg waren sich einig... das gefällt uns gut!!

Ein letzter Blick auf den Dom, dann wieder kurze Besprechung mit den Tourguides über den weiteren Ablauf der Ausfahrt. Es war geplant über die Theodor-Heuss-Brücke durch Mainz-Kostheim bis Gustavsburg zu fahren, dort alle zu sammeln, um dann gemeinsam unter einer Führung in geordneter Formation für eine Video-Aufnahme, die von der Brücke in Bischofsheim am Bahnhof aus gedreht werden sollte.

Die Gruppen fuhren nun in anderer Reihenfolge, da bei der Roten noch ein "Tanker" dabei war, dessen Tankuhr ungenau anzeigte und er deshalb sicherheitshalber 3 Liter nachschüttete. Dann waren alle versammelt. Die Filmemacher Waldemar - Woodi- und Peter - kleiner Cowboy- waren schon voraus auf Ihre Filmbrücke gefahren und der Rest der Mannschaft wurde nun von Inge in einem langen Konvoi nach Rüsselsheim geführt. Auf der Kraftfahrstraße reihte sich nun Hexagon an Hexagon, ordentlich versetzt zu einer "Perlenkette" aus Rollern auf. Der Blick zurück im Spiegel ließ das Herz der Führung hüpfen und auch den Finger am Auslöser der Kamera unruhig werden, zurück über die Schulter während der Fahrt sah das schon gut aus... Auf dem Video sah das von oben herab einfach spitze aus! Danke Waldemar und Peter.

In Rüsselsheim war ein Treffpunkt in Silvias 1-Euro-Imbiss geplant. Peter ist dort Stammgast und unterstützt damit auch die Eltern und ihre kranke Tochter. Wir wurden belohnt mit leckerem Kuchen und super Kaffee in netter Umgebung. Es wurden sogar im Garten Sonnenschirme aufgestellt, denn der Regen war strahlendem Sonnenschein gewichen. Dort wurden noch Fotos für die Presse - siehe Links- gemacht, denn am nächsten Tag sollte im Rüsselsheimer Echo ein Bericht über das Treffen erscheinen.

Es hieß dann wieder Hexen satteln, denn wir mussten noch bis Trebur-Geinsheim zum Kornsand, von wo die Mannschaft per Fähre von Hessen wieder nach Rheinland-Pfalz übersetzen wollte. Hier ist ein bekannter Motorrad-Treffpunkt...aber heute waren die Roller in der Überzahl.

Noch ein wenig plaudern, dann hieß es Abschied nehmen. Leider konnten wir, die Hexagonfreunde-Mainspitze, nur bis hierhin mitfahren, da die einen arbeiten mussten zur Nachtschicht, die anderen Besuch bekamen und und und... Noch ein wenig plaudern, aber dann kommt die Fähre und die verbleibenden 30 Roller füllen fast die ganze Fläche aus. Ein letztes Winken von uns und von den "Schwimmern" dann heißt es endgültig Richtung Heimat. Doch wer uns kennt weiß, dass das nicht geht ohne Stärkung auf der Hessenaue. Dort haben wir den Tag noch einmal Revue passieren lassen und merkten jetzt, dass bei allem Spaß auch viel Anstrengung dabei war, dies alles zu verarbeiten.

Gisbert und Maria, die als Einzige von uns noch mit nach Waldalgesheim zum Grillplatz zurück gefahren waren, wurden leider auf dem Heimweg nochmals nass aber haben dann später auch gesimst...gut angekommen....

Alles in allem, ein voller Erfolg, auch für uns, was die Einträge im Gästebuch und die vielen Mails an unsere Kontakt-Adresse beweisen. Wir sind aufgenommen im "Forum" und in die HEXENGEMEINDE die immer größer wird, mich freut es!!!

Inge Schulze - rollermama

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