Über den Donnersberg nach Freinsheim zum Mittelalterlichen Fest am 31. August 2008

Von Detlef Hennig

Auch die angesagten 30 Grad Celsius konnte uns letzten Sonntag am 31.08.08 nicht vor einer Ausfahrt schrecken. Mit erfreulich vielen Mitfahrern ging es dann auch um 09:00 Uhr an der ESSO Tankstelle in Gustavsburg los. Sogar Jürgen mit leichter Fußverletzung machte sich mit auf den Weg.

Über die Autobahn, dann am Rhein entlang Richtung Oppenheim, Tankstelle Stop, um Lutz abzuholen, dann Nierstein und Abholung von Heidi & Peter und Andreas am Big Deal. Von hier aus ging es in die Weinberge über Dexheim, Dahlheim, Weinolsheim, Westhofen.

Bei strahlend blauem Himmel blieb es auf den Roller doch noch fast kühl, da das Thermometer bisher nur 19 Grad anzeigte. Die Mannschaft genoss die Weinberge und nach einer Senke den plötzlich vor einem stehenden Donnersberg, der dann über Flomborn, Kirchheim-Bolanden und Bastenhaus das erste Etappenziel war.

Hier wurde erstmal mein Picknik Rucksack, den ich zum Geburtstag geschenkt bekommen hatte, mit Brezeln und Fleischwurst eingeweiht. Lutz und Inge machten sich auf, den Turm zu besteigen. Von oben kurz gewinkt, waren Sie aber dann nicht mehr zu sehen. Wir häkelten dann schon einen Verdacht, was die 2 da oben so machen. Nach der Pause ging es weiter über das Blockhaus, einen kurzen Abstecher in die sehr schöne Wohngegend mit Spielstrasse von Dannenfels, weiter über Dreisen und Eisenberg und Kleinkarlbach.

Der Plan lag hier dann über Weissenheim am Berg nach Freinsheim zu kommen, dem nächsten Etappenziel. Aber der Radfahrertag auf der Weinstrasse machte einen Umweg nötig. Nicht wie noch bei der tel. Nachfrage bestätigt, konnten wir bei Weissenheim die Radfahrer Route kreuzen, sondern wir wurde umgeleitet über Ebertsheim, Biedesheim, Kindenheim nach Bockenheim a.d. W. um dann über Büssersheim endlich nach Freinsheim zu gelangen. Hier war der zum ersten Mal stattfindende mittelalterliche Markt das Ziel.

4 Silberlinge wurden fällig, wobei ersatzweise auch bedrucktes Papier angenommen wurde. Am Wasserwerk stieß Pitt aus dem Saarland mit Begleitung zu uns. Die beiden hatten sich mit einem auf 80 gedrosselten und einem 50ccm Roller von Saarbrücken auf den Weg gemacht, nachdem die Woche davor mit Inge gesmst wurde und diese mitgeteilt hatten, dass wir nach Freinsheim wollen. Im ersten Lager am Wasserwerk konnte dann auch Hexentrunk käuflich erwoben werden, der beim Besenfliegen helfen soll. Daneben avancierten Lutz und Maria zum Zauberlehrling. Lutz konnte nicht anders als sich auf Nachfrage freiwillig zu melden ("Heben sie da mal die Hand - na gut dann kommen sie nach vorne). Nach einer Stärkung, die von der Champagnertorte mit ohne Trüffel und Kaviar bis zum Apfelstrudel reichte, konnten wir im zweiten Heerlager gerade noch die Bollerschüsse erleben und dann die vielen Zelte der einzelnen Gruppen bewundern, die wie im Mittelalter hier ihr Heerlager aufgeschlagen hatten und in der Kleidung von anno dazumal das Lagerleben praktizierten.

Dies füllte immerhin einen ganzen Sportplatz. Hier fanden unsere Damen auch an den Kettenhemden gefallen und planten schon mal die Auftragsvergabe an Norbert, ein selbiges zu stricken oder zu häkeln, da dies doch fast in sein Fach fällt. Bruno interessierte sich sehr für die Kanonen. Da aber permanent bewaffnete Ritter um diese standen und er ungerne kopflos rumlaufen wollte, hat er das Vorhaben der Kanonenevakuierung fallen gelassen. Da die Sonne sich dann doch mit 30 Grad durchgesetzt hatte, sah es am Nachmittag doch etwas nach Gewitter aus.

Wir verabschiedeten uns von den Saarländern und machten uns erneut auf den Weg, diesmal nach Erfelden. Im Gasthaus zum Dreimaster sollten unsere "Verletzten", Günther und Peter, zu uns stoßen und auch Norbert, der auch am Sonntag unter der arbeitenden Bevölkerung weilte. Geplant war die Rückfahrt eigentlich über Dirmstein - Weinolsheim,- Osthofen und Nierstein, um die B9 und das Backfischfest im Worms zu umfahren.

Fakt war allerdings die bestehende Umleitung um Dirmstein, die ich umfahren wollte. Allerdings gab es dann keine Querverbindung mehr und eh wir uns versahen waren wir auf der B9 und in Worms. Wir konnten nach einem Tankstopp das Fest jedoch umfahren und fuhren links vom Rhein dann bis Nierstein, um mit der Fähre überzusetzen. Diese Fähre hat es aber in sich. Die Hexe von Inge, nein nicht die Hexe Inge, i h r R o l l e r, sprang einfach nicht mehr an. Ähnliches ist Wochen vorher schon mal Petra mit der X9 eben auf dieser Fähre passiert. Also den Roller rausschieben. Peter bot dann ein Abschleppseil an. Aber nach dem Austausch der Zündkerzen, dem Vergaser, dem Kabelbaum, den Simmerringen, dem Antriebsriemen, der Vorderbremse, dem Handbremshebel .....also sagen wir mal, wir waren kurz davor, halfen dann doch die "heilenden" Hände von Bruno, der Roller sprang an und die Fahrt konnte fortgesetzt werden.

"Im Dreimaster" trafen wir dann Peter und Günter jeweils mit Ihren Frauen "bewaffnet" und sagen wir besser begleitet und auch Norbert.

Wir ließen den Abend dann hier mit Pleskavica, Schnitzel und Rumpsteaks ausklingen. Allerdings war es wiederum Lutz, der mit einer Frau verschwand. Diesmal unter den Tisch mit der relativ jungen und offenherzigen Bedienung. Seine Ausrede nach, nur um den Tisch wieder einzuhängen und richtig hinzustellen. So hatten wir auch am Abend noch unseren Spaß und machten uns gegen 19:30 Uhr auf den endgültigen Heimweg.

Ich bedanke mich bei allen Mitfahrern für die zwar nicht lange, aber schönen 185 km. Es war auch sehr schön, unsere 3 verhinderten dann noch am Abend zu treffen. Mitgefahren sind: Inge, Bruno, Maria, Gisbert, Jürgen, Lutz, Elke, Heidi, Peter, Andreas und Petra mit mir (Detlef).

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