Abrollern am 26. Oktober 2008

Von Inge Schulze

Am Sonntag ging es ausnahmsweise erst um 10.00 Uhr los, da erstens kalt und zweitens Nebel angesagt war.

Frohgemut starteten Axel, Detlef, Petra, Norbert, Inge und Bruno mit den Rollern, die Hähnleiner Heidi und Peter mit ihren Motorrädern pünktlich Richtung Wiesbaden, um dort Elke aufzunehmen, die mit Ihrer neuen Hexe 125, Baujahr 2002, in blau, mitfahren wollte.

Zuerst ging es über die Bäderstraße B 260 Richtung Nassau und Bad Ems. Da sich der Nebel bereits in Schlangenbad lichtete, wurde der Blick auf die herbstlich gefärbten Bäume in allen gelb-und rot -Schattierungen frei. Die Laune stieg dadurch und wurde deutlich besser, als in Holzhausen an der Haide zu einem überraschenden Kaffeepäuschen angehalten wurde.

Am Nikolaus-August-Otto-Museeum fanden alle Fahrzeuge Platz und auf einer Bank wurden die Schätze aus Inges und Brunos Top-Cases ausgebreitet. Kaffee, Tee, Pfeffernüsse und Magenbrot, Tassen Mundtücher etc.. Petra zauberte noch Schokoladentäfelchen mit fliegenden Hexen aus der Tasche und es wurde munter geschmaust und dabei Benzingespräche geführt....

Zum Nikolaus-August-Otto-Museeum sei kurz erwähnt, dass in Holzhausen der Erfinder des 4-Takt-Motors geboren wurde, was in der kleinen Ausstellung ausreichend erklärt wird. Das Leben und Wirken dieses Mannes werden wir uns aber zu einem anderen Zeitpunkt bei einer Führung ansehen. Heute wartet ja unser Ziel die Maximilians Brauwiesen in Lahnstein auf uns, wo wir uns zum Mittagessen mit Peter und Geli verabredet haben.

Also heißt es wieder auf die Hexen....und andere , fertig los. Die Bäderstraße ist zwar keine Super-Ausfahrts-Strecke, aber da einige der Mitfahrer Bedenken äußerten wegen des Laubs und der Nässe auf den kleinen Straßen, wurde auf eine sicher interessantere Fahrt durch's Geräusch wegen der Sicherheit verzichtet. Schließlich hatten wir ja dieses Jahr schon genug Ausfälle wegen Hexenflug ins Gelände....

Unterwegs sahen wir am Straßenrand das Schild "Vorsicht Treibjagd". Dies veranlasste uns natürlich auch zur extremen Aufmerksamkeit, da man ja im Moment häufig von Unfällen mit Wildschweinen hört.

Die Bäderstraße zeigte sich aber in trockenem Zustand und so konnten wir das Berg- und Talfahren mit den Serpentinen nach Nassau hinunter genießen. Claudis Roller wollte zwar nicht immer so am Berg wie sie, aber bergab gab er alles... ist ja jetzt mit Raumschiffen als Airbrush verschönert...

In Dausenau am schiefen Turm und durch das Stadttor am ältesten Wirtshaus an der Lahn vorbei ging es nach Bad Ems, durch einen langen Tunnel, weiter an der Lahn entlang bis nach Niederlahnstein, wo wir dann dank der Übernahme der Führung von Detlef's Navi recht schnell unsere Einkehr gefunden haben.

Das Essen war hervorragend, die Stimmung nicht minder, da der eine oder die andere sich geoutet haben über die Vergangenheit, wer wen zum Freund hatte oder wie der Mädchenname lautete. .... Wir wollen mal nicht näher darauf eingehen, manches wäre zu peinlich, grins.!

Nachdem dann die Haxenknochen für die daheimgebliebenen Hunde eingepackt waren, Claudi hat einen namens Lutz....., ging es ,nicht ohne vorher noch ein Gruppenfoto gemacht zu haben wieder Richtung Heimat. Da vor lauter Quasseln die Zeit vergessen wurde, konnte das eigentliche Endziel nicht mehr angesteuert werden, da die Rheingauer Alp im Wald liegt und wir eine Hexe ohne Rücklicht hatten. Also sicherheitshalber fuhren wir am Rhein entlang bis nach Oestrich-Winkel, wo wir von unterwegs Tische bestellt hatten im Cafe Heinzmann., das uns von einer anderen Ausfahrt noch in Erinnerung war.

Norbert, Detlef und Petra rollerten alleine weiter, der Rest der Mannschaft trennte sich unterwegs peu à peu an den Abzweigungen zum Heimatort.

Nach 187 km waren wir zwar erst im Dunkeln daheim, aber die Resonanz lautete.. es war super....

Gisbert und Maria waren leider nicht mit, aber Gisbert hatte Marathonlauf in Frankfurt und lief seine 42,2 km mit der Startnummer 5127 in 4.52.15 h - Gratulation , Respekt...

Wir freuen uns alle auf die Fahrsaison 2009...

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