Hexagontreffen in Bingen vom 12.06.-14.06.2009

Von Inge Schulze

Lange erwartet und endlich da.

Das 3. Treffen der HEXEN-GEMEINDE in Bingen beim Kleinen-Cowboy.

Dieser hatte sich wie immer gut auf seine Gäste zum Grillfest im Garten bei Waldalgesheim vorbereitet, und so konnten wir, die am Freitag schon mal vorgucken wollten, bereits einige bekannte HEXAGONFAHRER aus Nah und Fern begrüßen. Mit mir gefahren waren Axel, Gisbert , Maria, Elke, Jürgen und Melanie. Mühlo war schon da, der ja als "Grillmeister" des Treffens eingeteilt war. Wir sahen uns erst einmal um und stellten fest, dass hier einiges an den Fahrzeugen geschraubt, gebastelt, verschönert und verändert wurde.

Ein Original Träger für Seitengepäckboxen ließ mein Herz höher schlagen, denn so etwas habe ich schon lange gesucht. Da unterwegs der Gaszug von Melanies Hexe nicht zurückging und sie beim einparken beinahe direkt in die DIXI's "durchfuhr", ließen wir die Frage laut werden, ob denn jemand Ahnung von Gaszügen hätte..... Plötzlich wimmelte es von Fachleuten und Melanie konnte sich vor Helfern nicht mehr retten. Mühlo konnte mit WD5 zuerst ein wenig "einölen", was dann später mit einem Benzinlappen, aus meinem Tank getränkt, wieder rückgängig gemacht wurde. Der Fachmann fuhr mit seiner HEXE vor, schade dass sie nicht gelb war, stieg lässig ab, holte aus dem Kofferraum sein "Besteck" und fing mit der Operation "Gaszug" an. Die Gewichte ab, der Gummi runter, aufgeschraubt, gefettet, alles wieder gut, alle Details hat man wegen der großen Zuschauerzahl nicht mitbekommen aus den hinteren Reihen. Der Eingriff war gelungen, die HEXE gibt jetzt nur Gas, wenn Melanie will.

Nun war es langsam Zeit für den kleinen Hunger zwischendurch. Die Steaks wurden auf den Grill gelegt und so konnten wir dank Mühlo's unermüdlichem Einsatz und durch die leckeren Salate von Carmen bald unseren Hunger stillen, und das eine oder andere Benzingespräch führen.

Leider mussten wir uns wieder von der Truppe verabschieden, die meist in Zelten oder aber in Privatzimmern untergebracht war. Dirk, der Waschbärhexer, der auch mal zu unserem Stammtisch kommen will, kam mit Frau und Hund sowie viele andere, die wir gar nicht namentlich alle aufzählen können.

Die kleine Gruppe unseres Clubs machte sich auf den Heimweg, um dann am nächsten Morgen frisch gestärkt und guten Mutes wieder zu starten in das Abenteuer BINGEN 2009. Diesmal trafen wir uns an der ESSO-Tankstelle, Am Flurgraben, wo ich mich freute, dass schon einer der Mannschaft an der Tanksäule stand... Denkste, als ich näher kam, war es ein "fremder" Hexenreiter, den ich gleich fragte, ob er mitfährt. Aber er hatte Malersachen an und musste zur Arbeit. Es stellte sich heraus, dass er 2 Freunde hat, die auch Hexen fahren. Vielleicht kommt er mal am Stammtisch vorbei. Nachdem wir alle aufgetankt hatten, kam der Besitzer der Tankstelle und schenkte uns eine Tüte frischer Backwaren aus seiner Cafe-Bar, die wir gerne mitnahmen, da ja in Bingen sicher hungrige Camper auf uns warteten.

Diesmal nahmen wir unterwegs an der Raststätte Heidenfahrt Elke mit, mussten aber auf Melanie, Maria und Jürgen sowie Axel verzichten. Schade war das!! So rollerten Günther, Gisbert, Elke, Lutz, Claudi, Cookie unser "Clubhund" und ich wieder zum Treffen, um pünktlich zur Ausfahrt mit allen Teilnehmern da zu sein.

Wir wurden mit Hallo begrüßt und hatten unterwegs bereits die Info, dass schon einige zu POLO nach Bad Kreuznach unterwegs seien, um Teile zu kaufen. Die Stimmung war noch gedämpft, wurde aber nach Ankunft des einen oder anderen lang erwarteten Forumsmitglieds immer netter und lebhafter. Sogar der HEXENSCHRAUBER war aus Worms kurz vorbeigekommen um den einen oder andern "Special Guest" zu begrüßen...grins. Auch Pitt aus Saarbrücken war da und bedauerte es sehr, dass Bruno, unser Schraubergott, nicht dabei sein konnte.

Das gemeinsame Mittagessen (lecker Chili) wurde noch eingenommen bevor Peter sich auf einer Postkiste stehend zu Wort meldete. Er sprach kurz und bestimmt, wie der anschließende Korso auszusehen hat. Versetzt fahren, Abstand halten, in mehrere Gruppen von 10-15 Rollern eingeteilt, die dicht beieinander fahren sollen aber in den Ortschaften so abgegrenzt, dass jederzeit der Autoverkehr problemlos dazwischen fließen könnte. Drastische Strafen wurden bei Nichtbeachten angekündigt. Gesagt... getan!

Wir hatten die letzte Gruppe und als Absicherung einen netten "LAST MAN". Mühlo und auch der "Campingfunker" setzten sich zwischen die Gruppe, um einmal zu filmen und um Mühlo's neuen an der Hexe montierten Foto auszuprobieren. Mit Selbstauslöser gemachte Fotos, die wirklich super gelungen sind, siehe Fotogalerie. Da ich wie oft auf Touren meinen "Irokesen" auf dem Helm angezogen hatte, konnte mich die Truppe immer gut ausmachen.

Wir fuhren dann im Schritttempo zuerst aus der Wochenendsiedlung Waldalgesheim heraus, durch Waldalgesheim durch um dann Richtung Bingen bergab zu rollern. Wir waren über 50 Fahrzeuge, die schon eine tolle Kulisse boten beim Vorbeifahren an den staunenden Passanten der kleinen Ortschaften. Erster Halt wieder der Ausblick auf Bingen in der Kurve, um dann gesammelt weiter zu fahren auf der vorgesehenen Strecke.

Die Fahrt sollte über Sprendlingen, Bad Kreuznach bis Bad Sobernheim führen. Unterwegs hatte Peter "Kleiner Cowboy" sich eine Überraschung einfallen lassen. Wir fuhren dicht hintereinander, die Vordergruppe im Auge, immer dieser nach und freuten uns, dass an Kreuzungen und Abfahrten jeweils einer stand, um uns weiter zu lenken. In Sprendlingen dröhnten die 2-Takter richtig in den winkligen Gassen und manch ein Anwohner kam erstaunt aus seinem Hoftor heraus, um zu sehen, was denn dieses außergewöhnliche Geräusch verursachte...

Von dort ging es hoch hinaus über St. Johann immer Richtung GOLFHOTEL. Wollte Peter uns für eine neue Freizeitbeschäftigung interessieren, wo wir doch am liebsten Hexen fliegen??. Von hier oben konnte man die Golfer sehen, die auf einem Plateau spielend hinunter ins Nahetal schauen konnten. Doch ging die Fahrt weiter am Hotel vorbei in ein etwas unwegsames Gelände bis zu einer kleinen Kapelle, der Wallfahrtskirche Heilig Kreuz auf dem Wisserberg. Die Gegend nennt sich auch die Toskana Rheinhessens. Dort wurde dann auf abschüssiger Straße versucht, die Hexagon so zu parken, dass ein Gruppenbild entstehen könnte, aber der Platz vor der Kapelle reichte nicht aus uns so verteilte sich der Korso auch in den angrenzenden Weinbergen.

Jetzt kam die Überraschung. Peter hatte es möglich gemacht, dass der Pfarrer dieser Wallfahrtskirche bereit war, den anwesenden Fahrern und Ihren Fahrzeugen den Segen Gottes für eine weitere unfallfreie Zeit zu erteilen. Er tat dies nicht,ohne zu erwähnen dass ihn das erstaunte, dass wir bei unserem Hobby Wert auf seine Worte legen würden. Anschliessend zeigte er uns stolz "seine" Kapelle und erzählte uns mancherlei darüber. Dann war es möglich dass alle Mitfahrer sich auf die Treppe vor der Kirche zu einem Gruppenfoto (ohne Hexen) einfanden, dass dann von einem "italienischen" Fahradfahrer gemacht wurde, dem alle Fotoapparate der Truppe in Reih und Glied aufgebaut wurden mit der Bitte um Bedienung. Wir haben uns für nächstes Jahr mit ihm dort verabredet, damit er dies wiederholen kann.....

Da es inzwischen bullig heiß war, wurde kurz einstimmig abgestimmt, dass uns nur ein Eis retten könnte. Peter sprach sich daraufhin mit seinem Team ab, und so konnten wir, winkend in die Kamera von Carmen, den Berg hinabrollern, der Eisdiele entgegen!

Rathausstürmung einemal anders. Die Fahrzeuge wurden auf den Rathausplatz in Sprendlingen kurzerhand geparkt und die Mannschaft kaperte die Eisdiele. Überall sah man dann sitzend, stehend und wieder lachend die Eisschlecker. MMHH das war lecker!! So neu motiviert starteten kurz darauf die Roller wieder und der erste Trupp fuhr davon. An einer Schranke wurde der Korso getrennt und fuhr dann aber mit Basti's Führung gezielt weiter Richtung Bad Sobernheim über Bad Kreuznach. Unterwegs sahen wir dann plötzlich unseren "Anführungstrupp" an einer Tankstelle stehen und konnten dann geschlossen in Bad Sobernheim einfahren bis zum Barfußpfad, der die zweite Haltestelle für heute sein sollte.

Hier konnte man sich nun entscheiden, ob man zum Barfußpfad wollte, der aber ganz bestimmt eine Stunde in Anspruch nehmen würde, wollte man ihn genießen, oder in den Biergarten zur Entspannung wollte (der sich aber als Flop entpuppte) oder wieder zurück nach Waldalgesheim über kleine Straßen und durch Wald und Flur die Natur und den Korso genießen.

Wir, dass heißt Elke ,Mühlo und ich, die inzwischen die letzten unserer Hexagonfreunde waren, da die einen wegen Krankheit, die anderen wegen neuen Wegen schon vorher abgebogen waren, entschieden uns für die letzte Variante, was wir auch nicht bereuten, denn mit über 30 Rollern fuhren wir nun wie oben erwähnt kreuz uns quer, mit flottem Tempo durch dieses herrliche Fleckchen Erde, dass uns Basti genießen ließ. In Stromberg saßen dann ein paar Hexenreiter im Bistro auf dem Marktplatz und winkten uns zu, bevor wir dann die letzten Kurven Richtung Waldalgesheim unter die Räder nahmen. Ein letzter Tankstopp, den Elke und ich für uns planten führte dazu, dass die uns folgen Roller alle mit auf die Tanke fuhren, ohne was zu brauchen und brav warteten, weil sie nicht wussten wie es weiterging. Basti hatte sich gewundert, als er am Platz ankam, weshalb plötzlich die Gruppe so klein geworden war. Aber er dachte sich, dass sicher ein ortskundiger bei dem Rest dabei war, um die Mannschaft zurückzubringen.

Diese Fahrt war ein würdiger Abschluss für einen supertollen Tag mit gleichgesinnten. Wir mussten dann leider wieder gen Heimat und ließen mit einem lachenden und einem weinenden Auge die Mannschaft wissen, dass wir im nächsten Jahr wieder dabei sein werden wenn es heisst. Auf zum HEXAGONTREFFEN in Bingen 2010.

Danke hier noch einmal an Peter, Carmen , Basti und alle anderen Helfer, die dieses Treffen möglich gemacht haben.

Es war auch schön,Menschen neu kennen zu lernen und bekannte Gesichter wiederzusehen, die man sonst nur aus dem HEXAGONFORUM kennt. Wir sehen uns wieder!