Kaffeefahrt nach Dannenfels am 27. September 2009

Von Inge Schulze

Wir starteten um fünf vor 11.00 Uhr in der Annahme, außer Elke, Bruno und Inge fährt keiner von Gustavsburg aus los, da Melanie und Christine von Heidesheim kommend, sicher auch direkt nach Nierstein an die Eisdiele kommen würden. Unterwegs zitterte es in meiner Hosentasche, eine SMS.. Die nächste Möglichkeit zum Anhalten gesucht und auf Display...Anruf von Melanie.. gelesen. Der Rückruf machte uns klar, dass wir hätten 5 Minuten länger warten sollen. Sie waren doch nach Gustavsburg gefahren. Also warteten wir in der Sonne, die sich schon zeigte, an der B9 zwischen Bodenheim und Nackenheim auf die beiden. Wir wussten ja, dass Heidi und Peter und auch Günther an der Eisdiele nicht wirklich leiden würden wegen 10 Minuten Verspätung...

Dann ging es aber zügig voran, auf dem Weg über Wörrstadt, Sulzheim, Wallertheim, Kriegsfeld, Oberwiesen bis nach Kirchheimbolanden. Von dort waren es nur wenige Kilometer nach Dannenfels. Wir hatten erst 13.00 Uhr und beschlossen, den von Elke ausgekundschafteten "Park der Sinne" zu besuchen, uns etwas inspirieren zu lassen vom Sonnenschein, den herrlichen Farben des Herbstes und der Vorfreude auf ein lecker Stück Kuchen im Cafe "Anno dazumal". Der Park der Sinne stellte sich als kleine aber feine Oase der Ruhe und Beschaulichkeit heraus, das Kneippbecken und die Relaxliegen luden gleich zum Ausprobieren ein. Auch der Summstein, in den man seinen Kopf hineinstecken und innen summen sollte in den verschiedenen Tonhöhen, wurde als Klangresonanzkörper ausgekundschaftet. Esskastanien und Fliegenpilze, alles was den Herbst ausmacht, konnten wir hier sehen ,fühlen ,schmecken. Dann kamen wir auf die Idee, den Weg zum Cafe zu laufen, was sich etwas bergig herausstellte. Aber wir haben es alle geschafft und wurden mit einem Sonnenplatz und super Kuchen und großen Sammeltassen aus Omas Zeit gefüllt mit leckerem Kaffee verwöhnt.

Gegen 15.00 Uhr machten wir uns auf dem Weg zu unseren Maschinen und hier trennten sich unsere Wege leider schon ein wenig.

Die Hähnleiner Peter, Heidi und Andreas hatten noch Termine und mussten leider schon heim. Der Rest wollte noch ein wenig über Umwege ebenfalls gen Heimat rollern.

Über Ruppertsecken, Rockenhausen, Obermoschel bis Meisenheim zunächst sollte die Fahrt gehen, aber wir wurden immer wieder durch Umleitungen gezwungen, nach rechts abzubiegen und damit eine Strecke von mindestens 25 km zusätzlich zu erfahren,. Wer dabei war, schwärmt gerade von diesen "weißen" Straßen, die uns sonst oft verborgen bleiben, da wir gerne "geradeaus" fahren. Doch von Meisenheim ging es dann nach Bad Sobernheim, Waldböckelheim, Winterburg, Spabrücken, Schöneberg, Stromberg bis nach Bingen, nicht ohne vorher am Aussichtspunkt "Hexagontreffen-Bingen" einen Blick auf den guten alten Vater Rhein zu werfen, den Rocchusberg und das Niederwalddenkmal auf der gegenüber liegenden Rheinseite zu bewundern. Doch jetzt kam die letzte Überraschung des Tages.

Wir hatten von einem Hexenfahrer einen Tipp bekommen, dass man in Bingen-Kempten beim "Bauer Schorsch" lecker essen und auch noch schön am Rhein sitzen kann. Danke hier mal für den guten Rat. Wir chillten dann noch ein wenig nach dem lukullischen Mahl.. das nennt man heute so, wenn man noch etwas die Seele baumeln läßt, und fuhren dann über die Autobahn zurück in Richtung Heimat. Meine Hexe fuhr zeitweise auf dieser Strecke 120 km/h und siehe da, Melanies Hexe holte immer auf....Wieder mal ein schöner Tag, und von wegen ein Weg 70 km, insgesamt hatten wir 230 km auf dem Tacho. Ich hoffe, dass es allen Mitfahrern gefallen hat, auch unserer Gastfahrerin Christine, die mit Ihrem Motorrad einmal mitfahren wollte, um zu sehen, mit welchen Menschen ihre Freundin denn an den Wochenenden so viel Spaß hat.. "eigene Aussage"..

Danke Christine, es hat uns auch mit Dir viel Spaß gemacht. Kauf dir ne Hexe, und Du bist dabei...grins