Wochenendfahrt nach Bebra vom 02.07.-03.07.2011

Von Inge Schulze

Teilnehmer: Peter und Geli, Peter und Heidi, Pitt, Andreas und Konny, Melanie, Gisbert, Elke, Günther, Axel, Karl-Heinz sowie Bruno und Inge

Trotz des frühen Abfahrttermins waren alle Mitfahrer /innen pünktlich und gut gelaunt an der Esso Tankstelle eingetroffen, wo dann zuerst noch Konny, die bessere Hälfte von Andreas begrüßt wurde, die sich zutraute, mit uns 2 Tage zu verbringen und dann noch eine so weite Tour mitzufahren auf einem Runner, der keine Windschutzscheibe hatte, was die Fahrt speziell auf dem Rückweg erschwerte, doch davon später mehr.

Zuerst einmal rollerten wir über Wicker, Weilbach auf der Autobahn unserer nächsten Haltestelle dem Parkplatz SCHÄFERBORN entgegen, wo Heidi und Peter, Karl-Heinz und Günther zu uns stiessen. Dann ging es gleich ab ins Geräusch, denn wir hatten einen Termin...

Wir fuhren durch den Vogelsberg Richtung Schotten, um kurz vorher in Wingertshausen unsere erste Rast einzulegen. Durch mein zu spätes Abbiegen in besagter Ortschaft musste die Gruppe am Berg wenden und dadurch hatten wir unseren ersten "Umfall". Gott sei dank nur Materialschaden dieses Mal. Jetzt kam meine Überraschung. Wir hatten eine 45-90 minütige Führung in der Schokokussfabrik Keil gebucht, und da wir gutes Schuhwerk anhatten konnte es gleich losgehen.

Der Chef der Firma, ein gelernter Konditormeister, zeigte uns , wie er hier in dieser "großen" Werkshalle täglich bis zu 6.000 Schokoküsse von Hand herstellt. Alle lauschten andächtig und bei der Verkostung gab es nur einen "Fleckenunfall" Wir konnten zuschauen wie das Eiweiss steif geschlagen, dann mit einer Spritztülle auf Waffeln gespritzt, mit einer kleineren Tülle verziert und dann zum Trocknen in Regale gestellt wurde. Bereits trockene "Küsse" wurden anschliessend mit dem Kopf nach unten in die warm gemachte Schokolade getunkt,um zu echten Schokoküssen zu werden. Verziert mit bunten Streuseln konnte man je nach Geschmacksrichtung seiner Lust auf Schokoküsse hier gerecht werden.

Als Abschluss der Führung konnte jeder eine kleine Kiste mit 15 verschiedenen Kreationen sein eigen nennen. Der Transport mit den Rollern war schon für manchen eine Herausfordserung. Karl-Heinz hatte sogar seinen Schlafanzug dafür ausgesondert...
Weiter ging die Tour aber erst, nachdem wir noch um Kaffee gebettelt hatten, den der Chef uns ganz unproblematisch auf den Tisch stellte.

Jetzt wollten wir aber mal ein Stück Strecke gewinnen und fuhren weiter in Richtung Lauterbach, durch viele Umleitungsschilder immer wieder aus der Bahn geworfen, dadurch aber auch schöne Ecken errollert, kamen wir dann in Schlitz an, das wir uns für unsere Pause ausgewählt hatten.

Parken an der Stadtmauer, durch die Altstadt geklettert und ein Cafe gekapert waren die Aufgaben, die hier zu meistern waren. Leider gab es nur Kuchen und Butterbrot, aber es haben alle überstanden durch das Versprechen, dass wir abends Fleisch satt bekommen werden.

Wieder auf den Fahrzeugen ging die Tour weiter über Nierderaula, Bad Hersfeld, an der Deutschen Fachwerkstrasse entlang über Friedlos bis nach Bebra Weiterode, wo unser Hotel direkt am Waldrand leicht zu finden war. Gleich rechts ab auf den Parkplatz war mein Denken, um erst einmal von der Strasse zu sein. Ich ging dann nachfragen ob wir woanders die Roller parken und evtl. unterstellen könnten. Inzwischen haben sich unsere Mannen schon selbst auf die Suche gemacht und umgeparkt. Leider hatten wir dann unseren 2. "Umfall" zu verbuchen, der mit Schrammen an Mensch und Maschine endete.

Als alle Ihre Zimmerschlüssel und wir uns für das Schwimmbad verabredet hatten, trafen wir uns auch kurz darauf dort und waren über die Wellness-Oase und die Zimmer an sich voll des Lobes. Unsere Verletzte war auch bereits im Wasser und so konnte nichts die gute Laune trüben. Ausser der Nebel über dem Whirlpool, in den sich unsere "Runzelrocker" zurückgezogen hatten. Peter war der Blubberer.....Die Sauna wurde auch besucht und einige Bahnen zur Auflockerung der verspannten Muskulatur geschwommen.

Dann hieß es wieder auf die Zimmer, denn wir hatten ab 19.00 Uhr Essen bestellt und wollten uns vorher schon bequem zu einem gepflegten Umtrunk treffen.

Inzwischen kamen im Hotel dutzende Motorräder an, die mit geführten Guides vom Hotel unterwegs waren.

Unser Wochenende,welches unter "Das KURZE" im Hotel Sonnenblick angeboten wird, beinhaltete ein Barbecue-Büffet, das keine Wünsche offen ließ. Das einzige, was dem einen oder andren nicht gefiel war das "Erinnerungslätzchen" was wir umgebunden bekamen, aber nur wir, die anderen Motorradfahrer nicht... Ist das wegen dem Altersdurchschnitt gewesen oder den Fahrzeugen?? Jedenfalls hatten wir dadurch auch wieder Kontakte und Benzingespräche!

Nachdem alle Ihr Quantum gequasselt und genug gegessen und getrunken hatten, war die Frage, wann Frühstückszeit angeordnet sei. Wie immer,für viele unverständlich, halb neun. Daher ging das Gros schon relativ früh auf die Zimmer, der Rest vergnügte sich in BIKER'S HOME beim Boxen zuschaun.

Das Frühstück wurde pünktlich eingenommen und von allen Seiten gelobt. Dann hiess es Packen und aufsitzen, was durch das Anziehen mancher Regenkleidung etwas verzögert wurde. Dann kam unser 3. "Umfall", der aber glimpflich ohne sichtbare Schäden ablief.

Jetzt setzte der Regen kurz ein, aber wir rollerten trotzdem guten Mutes Richtung Rhön, über Philippstal, Vacha durch das kleine Örtchen Tann nach Hilders, wo wir dann auf die Höhe fahren wollten, um die Hochrhönstraße zu geniessen. Höhe Fahren ging noch, aber Höhe Sehen ging nicht. Dichte Wolken mit Nebel und starke Sturmböen haben uns diesen Ausflug vermiest. Ich versuchte dann, einen angenehmeren Weg über Fladungen bis zum Schwarzen Moor zu rollern, aber ausser einer Oldtimerralley, die uns entgegenkam, gelang mir kein Event mehr. Das Schwarze Moor war unauffindbar. Das war vielleicht durch die vielen Hexen verschwunden...... Rhönhilde konnten wir auch nicht fragen. Also immer weiter durch vom Wind zerzauste Wälder, offene Heidelandschaften, wo ich dachte, es haut uns vom Roller. Konny hatte ganz besonders zu kämpfen, da ihr Roller noch windanfälliger ist als unsere Hexen und X7/8. Deshalb Hochachtung vor ihr; diese Leistung als nicht so geübte Rollerfahrerin war beachtlich. Endlich hatten wir eine Tankstelle gefunden, die nicht nur die Bedürfnisse der Roller sondern auch der Fahrer ausreichend bedienen konnte.

Jetzt wollten wir es wissen.. auf zur Wasserkuppe..

Vorbei an der Fuldaquelle erklimmen wir Meter für Meter, kaum eine Hand vor den Augen sehend, den Berg der Flieger..... Kein Flugzeug zu sehen Aber ein Cafe, das heisst Peterchens Mondfahrt. Dort hatten sie gleich ein abgetrenntes Apres-Ski -Stüberl für uns reserviert und es gab endlich was Warmes zu Essen und Trinken.

Draussen waren es 9 Grad... Aber erst einmal war das vergessen....

Dann hiess es leider wieder hinaus in die schnöde Welt und wir fuhren dann über Gersfeld direkt zur Autobahn, weil das Wetter sich nicht viel änderte. Zuerst wollten wir noch in Steinau an der Str. eine Rast einlegen, es wurde dann aber unterwegs besprochen, dass wir jetzt direkt Richtung Heimat fahren, um dann in Flörsheim in die Eisdiele einzukehren, trotz zuvor versprochenem Schwarzwälder Kirsch oder anderem Kuchen.

Gesagt, getan, bei 22 Grad saßen wir dann teilweise auf der Terrasse und liessen uns den verdienten Eisbecher schmecken.

Das waren 550 km voller Emotionen und starken Eindrücken. Manches hat sich revidiert, manches neu geordnet, hoffentlich alles zum Besten der HEXAGONFREUNDE-MAINSPITZE.

Das wünscht sich und Euch
Eure Rollermamma Inge