Tour durchs blaue Ländchen am 25. September 2011

Von Inge Schulze

Das ist nicht nur so ein Ausdruck von wegen ... ich weiss nicht recht wohin, wir machen eine Fahrt ins Blaue. Nein es hat einen Ursprung, den ich Euch mal näher beschreiben will. Es ist außerdem meine Urheimat!

Blaues Ländchen beschreibt eine Gegend im rheinland-pfälzischen Taunus, um die Stadt Nastätten herum gelegen. Rhein und Lahn begrenzen das Blaue Ländchen nach Norden und Westen hin, es endet in südöstlicher Richtung bei Strüth. Das Blaue Ländchen kann somit geographisch als synonym mit der Verbandsgemeinde Nastätten angesehen werden. Das Informationsblatt der Verbandsgemeinde Nastätten heißt "Blaues Ländchen aktuell".

Bereits vor dem 16. Jahrhundert wurde im "Blauen Ländchen" intensive Schafzucht betrieben und die aus der Wolle gewebten Stoffe als besonders hochwertiges "Nastätter Tuch" im In- und Ausland verkauft. Nach Einschränkung der Zucht ab 1590 war bis zum Ende des 19. Jahrhunderts für die bäuerliche Bevölkerung des Nastätter Raums der Anbau von Flachs eine wichtige Erwerbsquelle. Aus dem Flachs wurde ebenfalls Tuch hergestellt. Dieses Tuch wurde oft auch blau gefärbt: Bereits im Mittelalter war bekannt, dass man aus den Blättern des heimischen Färberwaid einen besonders kräftigen blauen Farbstoff gewinnen kann.

Quelle Wikipedia.

Wir trafen uns vor der Feuerwehr Gustavsburg und konnten starten, nachdem wir Melanies Hexe kurz mal "frisiert hatten". Der Weg führte über WI-Biebrich, WI Schierstein, Erbach, am Rhein entlang bis Östrich-Winkel, wo wir dann durch die Weinberge steil bergan zum Schloss Johnnisberg rollerten. Die Aussicht ins Rheintal hinter uns lassend fuhren wir dann zur alten Bergrennstrecke in Pressberg, die wir oft schon von der Wisperseite erfahren hatten. Der weite Blick über die Landschaft bei strahlendem Sonnenschein ließ uns Lust auf eine weitere serpentinengespickte Route bekommen.(jedenfalls mich). So führte ich die Truppe, bestehend aus 14 Teilnehmern, nachdem wir im Wispertal angekommen waren,

erst ein Stück Richtung Lorch, doch dann wieder hinauf nach Ransel, immer hin- und her, eine Kurve nach der anderen erklimmend bis zur Abzweigung nach Weisel. In einem Waldstück wurde dann eine "Verschnaufpause" eingelegt.

Weiter ging's es dann über Bornich, Niederwallmenach , Bogel bis nach Braubach , wo wir direkt zur Marksburg unserem heutigen Ziel auffuhren. Oben angekommen wurden wir direkt auf einen separaten Parkplatz eingewiesen und konnten dann in aller Ruhe zur Burg über viele Treppen aufsteigen. Der Ausblick belohnte uns und die sonnige Terrasse lud zu einer Rast ein.

Die Aussicht auf ein "richtiges" Mittagessen in den Brauwiesen in Lahnstein liess natürlich hier nur einen kleinen Imbiss zu.

Ab hier führte Peter Bauer kurz, da er im Navi noch die Didierstraße eingegeben hatte von einer andren Tour.

In diesem Ausflugslokal war die Hölle los. Durch das schöne Wetter angelockt waren Menschen aller Couleur hier und genossen die Bewirtung mit allem drum und dran.

Unsere Ruhe wurde kurz gestört, da einige auf einem Privatgrundstück geparkt hatten und mussten ,vom Ordnungsamt angehalten, die Roller umparken.

Nach Hause rollerten wir dann an der Lahn entlang, am schiefen Turm von Dausenau vorbei, durch Bad Ems, Nassau, die Bäderstrasse über Holzhausen a.d.Heide bis nach Schlangenbad,Walluf, um von hier auf der Autobahn den einen oder die andere zu verabschieden. Der rest der Gruppe, wie soll es anders sein, musste noch dringend in eine Eisdiele. Hier wurde dann der Tag abgerundet bevor sich alle dann zufrieden auf den Heimweg machten.

Ich danke Euch allen für Eure Begleitung durch meine alte Heimat...das blaue Ländchen.

Eure Inge