Schwarzwald-Tour 2012 - Gasthof Adler, Lauterbach vom 29. Juni - 01. Juli 2012


Von Inge Schulze

Genau wie der Wetterbericht es voraussagte schüttet es am Freitag morgen um 7 Uhr wie aus Eimern. Doch trotz allem sind alle pünktlich am Treffpunkt Esso-Tankstelle um 8 Uhr. Gisbert fährt Solo, Maria kommt später mit Auto nach. Er testet eine MP 3 auf Langstrecke, was positiv laut seinen Aussagen unterwegs ist.

Auf regennasser Autobahn Richtung Darmstadt fahren wir dann zum Treffpunkt Raststätte Alsbach, wo wir Karl-Heinz und Günther einsammeln. Das Wetter ist zwar noch trübe aber die Stimmung ist gut und so geht es bis zur Autobahnabfahrt Raststatt weiter auf der A 5.

Dann schlängeln wir uns direkt auf die B 294 Richtung Freudenstadt und können unterwegs bereits viele Eindrücke vom Nordschwarzwald sammeln. Tiefe Täler und Kirchen oben auf den Hügeln lassen unsere Herzen höher schlagen, in Erwartung von noch mehr Natur und Gegend.

In Freudenstadt dann Halt um etwas zu rasten und zu ruhen, doch von Ruhe keine Spur erst hatten wir Parkprobleme und dann in der Gaststätte leider einen zu frühen Zeitpunkt erwischt, denn Vesperkarte gab's erst ab 14 Uhr. Doch da wollten wir ja schon in unserem Domizil aufschlagen. Die nette Bedienung, die uns, bzw. den Herren unter uns viel Freude bei der Austeilung der bestellten Getränke bereitete, hob die Stimmung und so konnten wir dann bestens gelaunt die letzten 45 km hinauf zum Fohrenbühl, unserem Tagesziel, rollern. Dort angekommen wurden wir schon von Maria empfangen, die bereits hier zu Mittag angekommen war, und erlebten eine Gastfreundschaft der Familie Moosmann, die ihresgleichen sucht.

Die Zimmer waren alle zur Zufriedenheit der Mitfahrer, außer dass das kalte Wasser nur spärlich lief und so der eine oder die andere ziemlich abgebrüht an der Kaffeetafel erschien.

Hier ging es dann gleich um kurz nach 15 Uhr los mit unserem gebuchten Event...Entstehung einer Schwarzwälder Kirschtorte. Alle Zutaten waren vorbereitet, wir konnten nur staunen, unser Wasser, das im Mund zusammenlief, bremsen und zum Schluss sogar helfend eingreifen, dass die Torte auch genügend Sahnetupfer erhielt! Kornelia hatte gleich den Dreh raus und Bruno konnte auch mithalten. Als die Torte fertig verziert war, gab es gleich eine Kostprobe und wir lehnten uns entspannt zurück. In diesem Moment klingelt mein Handy, dass ich gerade in die Hand genommen hatte, um ein Foto des total kalorienfreien Kuchens an unseren Kuchenliebhaber Peter Schmidt zu schicken, der leider mit Heidi keine Zeit hatte, dieses Mal mitzufahren. Wer ruft an?? Heidi und Peter, was für ein Zufall... Sie wollen wissen ob wir gut angekommen sind und fragen was wir treiben. Ich erklärte dann, dass wir Kaffee trinken und Torte essen, das Bild sei in einer Minute unterwegs. Sie sollten doch aufs Mopped steigen in nur 3 Stunden könnten sie bei uns sein. Nach gegenseitigen guten Wünschen fürs Wochenende dann eine SMS von Heidi..... danke für die Nachricht, wir fühlen uns euch so nah... Wir dann also Kaffeepause, Entspannung, dann plötzlich (10 Minuten später) dreh ich mich um, wer steht da, eine über alle Backen strahlende Heidi im Schlepptau mit Peter. Überraschung!!!

Als sich alles wieder beruhigt hatte, wurde der Mittag noch mit Spielen verbracht. Sandkuchen backen, Baggern , Schaukeln und Wippen. Wer kann wen am längsten oben verhungern lassen.... Lustig war's. Hier ein Radler da ein Erdinger, alle sind zufrieden. Dann geht's endlich ans Abendessen. Ein 5 Gänge Menü steht uns bevor, dass alle rundherum satt und zufrieden werden lässt. Bis spät nachts sitzen die meisten noch draußen und genießen die Schwarzwaldluft. Die ganz zum Schluss noch ausharren erleben sogar ein Feuerwerk ,was unterhalb des Hotels abgeschossen wird. Schön war's gell Kornelia??

Am nächsten morgen, wecken um 7 Uhr, nein nicht von mir ausnahmsweise. Das gute Wetter ausnutzend wurde in der Nachbarschaft gemäht :-)

Der Schwarzwald war schon immer gut für eine frühmorgendliche Überraschung. 2006 waren es Böllerschüsse um 6 Uhr früh!

Diesmal wurden wir aber auch mit einem leckeren Frühstücksbüffet verwöhnt, was kaum einen Wunsch offen ließ. Zu erwähnen ist, dass Günther schon ganz früh da war, mit der Aussage, damit er auch von allem probieren kann, weil wir ihm sonst immer alles wegessen würden!!

Danach starteten wir aus unserer Garage, die uns kostenlos zur Verfügung gestellt wurde, Richtung Triberg, wo die Wasserfälle unser erstes Zwischenziel sein sollten. Nach Hornberg hinunter waren es 19 % Gefälle, was unseren Rollern und geübten Fahrern keine Probleme machte. An einer Abzweigung , die steil und schräg vom Boden her war, kamen die meisten gut raus, aber Andreas und Bruno konnten nicht widerstehen und legten sich ganz langsam in Zeitlupe auf die Seite und probten mal den Dominoeffekt. Außer kleinen Lackschäden, einem Spiegel und diversen Zierblechen sowie dem großen Schrecken war nichts passiert und die beiden konnten bald weiterfahren. In Triberg lösten wir die Eintrittskarten zum Wasserfall und erklommen mehr oder weniger erfolgreich den Weg bis zu den verschiedenen Aussichtspunkten des Wasserfalls.

Mir lief der Schweiß wie blöd aber dabei sein ist alles... Wieder an den Rollern erklommen wir den Weg Richtung Furtwangen steil bergauf. Wir fuhren dann eine kleine Straße ab Richtung Hexenlochmühle, die schön anzusehen ist, aber nur noch das Wasserrad funktionstüchtig hat. Innen ist Kuckucksuhren Verkauf und außen ein willkommener Rastplatz. Leider hatte ich Probleme mit der Technik (Navi) und musste hier eine Rast einlegen die eigentlich nicht so geplant war. Dann konnten wir aber weiter Richtung St.Märgen und St. Peter rollern, wo wir dann eine längere Rast einlegten um erstens die Kirche zu besichtigen, zweitens Kaffe und Kuchen zu schlemmen und drittens Forellen zu füttern. Noch ein Bild und weiter geht's, inzwischen schon ziemlich spät, zum Kandel um dort den Drachenfliegern und Paraglidern zuzuschauen. Doch auch hier heißt es Abschied nehmen von dem herrlichen Ausblick über den Schwarzwald. Wieder auf den Rollern geht es nun bergab bis hinunter nach Waldkirch und von dort durch Elzach bis zum Prechtal nach Gutach und dann wieder Hornberg und hinauf in unser Hotel.

Man könnte überall stehen bleiben, innehalten genießen und fotografieren. Aber alles geht halt zu Ende. Doch keine Trübsal oder Depression. Auf uns wartet ein kühles Getränk, und abends ein Fondue. Auch den Zweiflern, ob das denn reicht, um dem durch die gute Schwarzwaldluft geförderten Appetit Herr zu werden, wurde das Gegenteil bewiesen. Wir waren alle zum Schluss pappsatt und konnten dies nur mit einem Schnäpsle versuchen gerade zu rücken. Aber lieber den Magen verrenkt, als dem Wirt was geschenkt.....

Manch einer schaute schon mal in den Wetterbericht für den nächsten Tag, aber ändern konnten wir ja eh nix. Ab 22.30 Uhr ca. fing es an zu gewittern und dann auch zu regnen. Der Regen setzte sich fort und wir mussten am nächsten Morgen dann ,mit Regenkleidung ausgestattet, den Heimweg antreten. Maria konnte noch etwas warten aber wir fuhren dann gegen 10.30 ab und rollerten nach Offenburg, dann auf die B3 parallel zur Autobahn A5 um noch ein wenig Gegend trotz feuchten Strassen mitzubekommen. Doch leider wurde die besagte Autobahn gesperrt und alle Autobahnbenutzer wurden auf unser B3 umgeleitet also Stau auf der Bundesstrasse. Endlich dann wieder weniger Verkehr aber die Autobahn Auffahrt Baden Baden ist gleich da. Wir nehmen sie und fahren bis Bruchsal um dort eine Kaffee-,Mittag- oder sonst wie Pause einzulegen. Leider wollte nicht alle diese Reise gemeinsam beenden und fuhren dann direkt weiter. Der Rest stärkte sich noch mit einem kleinen Imbiss und wir waren dann alle ca. um 16 Uhr wieder daheim.

Es waren für uns aus Gustavsburg 680 km. Für andere halt mehr oder weniger.

Mit hat's gefallen, hoffe euch auch!!