Ausfahrt nach Marburg am 22. Juli 2012


Von Peter Bauer & Inge Schulze

Mit von der Partie waren:
Peter Geli, Bruno Inge, Gisbert Maria, Karl Heinz, Günther und Andreas.

Die Tour ging von Gustavsburg nach Marburg.

Ich habe die Tour mit dem Navi so geplant, dass wir über Oberursel, wo dann Karl Heinz dazu kam, ausschließlich über Kurvenreiche Strecke gefahren sind.

Wir durchfuhren viele Ortschaften, die wir nicht mal mit Namen kannten, Wald und viele Serpentinen, kamen an Wettenberg und Gießen vorbei, bis wir gegen 12:30 in Marburg ankamen.

Nachdem wir unsere Roller direkt neben der Elisabethenkirche geparkt hatten, die ein Meisterwerk der deutschen Frühgotik ist und als Vorbild zum Bau des Kölner Dom gilt, konnten wir dann gleich in einem reservierten Lokal im Biergarten ein deftiges Mittagessen zu uns nehmen.
Die Speisekarte war vielseitig von Haxen, Schnitzel und anderen Köstlichkeiten. Gegenüber entdeckten wir einen Brunnen, an dem 2 Pferde aus Guss standen, die es sich am Wasser gut gehen liessen.

Danach spazierten wir zur Oberstadt, der historischen Altstadt Marburgs.

Die einen gingen zu Fuß, die anderen benutzten den Aufzug von einem Parkhaus und fuhren damit in den 14. Stock und erreichten so entspannter die fast autofreie Altstadt von Marburg, die sich am Fuße des Marburger Landgrafenschlosses befindet überall verwinkelten Gassen und breitere Strassen (welche immer wieder auf den Marktplatz mündeten) wo uns Musikanten und Cafe's und Gaststätten einluden zum Verweilen. Wir konnten uns nicht satt sehen . Die Fachwerkhäuser liebevoll restauriert, das Rathaus und überall Figuren an und auf den Häusern und Wegen, was uns dann als der Grimm-Dich-Pfad erklärt wurde. Die Fliegen vom tapferen Schneiderlein fielen uns als erstes auf.

Zum Leid der Frauen hatten alle Geschäfte und Boutiquen geschlossen und wir Männer ärgerten uns darüber, dass wir unseren Frauen nicht ein kleines Geschenk machen konnten... :-).. Inge hat sich aber fotografieren lassen vor einem Besen und Bürstenmacherladen, wo ein Römerhelm mit "Bürstenfrisur" im Schaufenster hing, um Maß zu nehmen für eine Alternative zu dem Irokesen -Look ihres Motorrad-Helmes ;-)

Der Großteil der Rollerfreunde, die schon zu Fuß die Oberstadt erzwungen hatten , strapazierten weiter ihre Beinmuskeln und erklommen noch die letzten Höhenmeter bis zu Burg.

Bericht Inge:
Auf dem Weg nach oben konnten wir noch auf einer Mauer die Zipfelmützen der 7 Zwerge entdecken und ganz nah an der Burgschänke sahen wir den Schuh von Aschenputtel, in den Maria ganz reingepasst hätte. Endlich waren wir oben angekommen, der Weg war mit Kopfsteinpflaster sehr schwierig zu erklimmen, aber es hat sich gelohnt! Die Aussicht auf allen Seiten über die Stadt Marburg war gigantisch. Unsere Fotoapparate knipsten was das Zeug hielt.

Persönlicher Dank von Inge an Peter... dass habe ich mir seit langem gewünscht, hier oben zu stehen... danke für die Idee zur Tour und die Durchführung!

Endlich konnten wir das Schloss, was schon unten beim Vorbeifahren durch seine Silhouette der Stadt etwas "krönendes" gibt, von Nahem betrachten.

Wenn man bedenkt, dass das Bauwerk als Burg bereits um das Jahr 1.000 begonnen wurde, dann bis ins 13. Jahrhundert als Residenzschloss an- und umgebaut und zuletzt vom Landgrafen Philipp bewohnt wurde, der auch die Universität Marburg gründete, ist es sehr gut gepflegt und erhalten, ist ja auch das optische Wahrzeichen der Stadt geworden.

Doch dann mussten wir wieder zurück, da ja Peter und Geli auf uns in einem Cafe warteten und die Zeit uns irgendwie wie immer davonlief!

Als sich alle wieder in der Unterstadt eingefunden hatten, ging es in Richtung Heimat, über Friedberg wo wir, wie kann es auch anders sein, in einer Eisdiele zum Schlemmen von Eis, Cafe oder beides, den schönen Tag ausklingen ließen.

Nach ca. 310 km sind wir wieder über Landstrasse und ab Friedberg über die Autobahn, gesund und weniger munter angekommen.