Wochenendfahrt nach Bad Wimpfen vom 03.08.-05.08.2012


Von Inge Schulze

Teilnehmer :Andreas und Kornelia sowie Karlheinz mit Hildegard mit dem Auto Rollerfahrer: Maria, Gisbert; Nicole; Axel; Günther; Melanie; Peter und Geli; Bruno und ich.

Abfahrt: Freitag Mittag 13 Uhr

Durch leichte Startprobleme am Freitag etwas verspätet, dann Axel und Günther abgeholt, ging es durch den Odenwald, zuerst bis Fürth wo wir dann einen Kaffee und das erste Eis des Tages genossen oder einen XXl-Milchmix :-)

Danach über Beerfelden bis Eberbach. Hier schon einmal den Neckar zumindest überquerten und durchs Ländchen ,vorbei an verführerisch duftenden Heuwiesen, durch kleine Örtchen und herrliche Kurven bis Bad Rappenau und schließlich nach Bad Wimpfen rollerten. Im Hotel gleich in der Tiefgarage die Fahrzeuge geparkt und dann zum Einchecken an der Rezeption getroffen.

Dort erhielten alle die bereits vorbereiteten "Schlüssel" zum jeweilig gebuchten Zimmer und wurden von einem Angestellten des Hotels visuell und akustisch über die Bedienung des "Schlüssels " aufgeklärt. .. zuerst auf den weißen Knopf an der Tür drücken, dann Schlüssel vor den weißen Knopf halten und auf das "SSSTTT" warten. Das Geräusch ließen wir uns ernsthaft zuhörend mehrmals vorführen :-)

Nachdem die Zimmer bezogen und die bereits mit dem Auto angereisten Freunde begrüßt wurden, konnte ein Willkommensschluck auf der Terrasse und der Hotelbar eingenommen werden. Essen war um halb 8 bestellt und so war der eine oder die andere noch mit etwas Freizeit bereit, das Städtchen mal zu erkunden. Paparazzi hat natürlich schon die ersten Fotos geschossen.

Leider konnte nach dem Essen der geplante gemeinsame Verdauungsspaziergang nicht stattfinden, da ein Teil der Rechnung auf Zimmer der andere bar bezahlt werden wollte und damit die Bedienung ins Schleudern gebracht wurde. Nach fast einer Stunde hin und her beschlossen die Bar-zahler, an der Bar noch einen Absacker zu starten mit Hugo, Aperol Spritz und sonstigen Köstlichkeiten, der dann später von den Spaziergängern noch abgearbeitet wurde.

Nächster Morgen 8 Uhr Frühstück war angesagt, weil der organisierte Ablauf in einem frühen Zeitschema eingebunden war.

Die Buttons für das Flusspendeln wurden kontrolliert, da wir evtl. nicht mehr ins Hotel zurückkommen ehe wir an Bord der Schiffe gehen wollen.

Führung 10 Uhr am Rathaus, welche sehr informativ und anschaulich die geschichtsträchtigen Zahlen und Fakten nahe bringt. Wir sahen auf unserem Rundweg den Blauen Turm, den Roten Turm, das Frauenhaus, alte gut restaurierte Fachwerkhäuser, erfuhren, warum und wann diese verputzt wurden (wegen den Hessen) und dem Brandschutz und lernten einiges über die Vergangenheit und Gegenwart Bad Wimpfens. Überall auf dem Weg erklommen wir Türme, Treppen, Balkone des Königs und sahen immer wieder hinunter auf den Neckar, der sich idyllisch an Bad Wimpfen vorbei schlängelt. An und hinter dem ein oder anderen Haus konnten wir kleine Gärten, Blumen und die Liebe zur Gestaltung des Eigentums bewundern. Hier lebt man mit und für den Tourismus. Für jedes Auge war was dabei, alle Schaufenster liebevoll dekoriert und zum einkaufen einladend. Leider konnten Geli und Peter nicht an der gesamten Führung teilnehmen und wollten auf uns im Cafe am Birkensee warten, welches wir ja schon vom Weihnachtsmarkt her kannten.

Später, als die Gruppe dann dort ankam, waren sie schon zum Hotel per Taxi zurückgefahren, freute sich die freundliche Bedienung, noch mehr "Blaue Hemden" bedienen zu können und verwöhnte uns auch sofort mit Sonnenschirmen und Stuhlkissen. Kurze Rast, dann ging es los .. die Mädels hatten noch ein wenig Shopping geplant. 2 Kleider, ausgefallene Seife, viele "Entchen" wechselten ihre Besitzer sowie konnten in einem Hexenladen edles Geschmeide und Heilsteine erworben werden. Auch konnten Maria und Gisbert dann einen Vogel kaufen für den Garten zur Zierde, der in einem Lokal deponiert und später abgeholt wurde.

Die Herren warteten unterdessen auf einer Treppe im Schatten geduldig auf die Rückkehr der Shopping-Queens.

Da erreicht mich ein Anruf von Axel, der bereits voraus gelaufen war zum Anlegesteg, dass er dort wartet und gleich von einer Dame der Touristeninfo angesprochen wurde... blaues T-Shirt.... kann nur ein Mitglied der Gruppe "Schulze" der Rollerfahrer sein. Sie selbst hatte an diesem Tag auch ein "Festshirt" in unserer Farbe an. Sie hatte auf der Homepage mal gelubbscht, was wir so treiben..

Dann ging es los mit dem Pendeln von Ort zu Ort. Wir konnten uns nicht satt sehen. Bei strahlendem Sonnenschein fuhren wir an Offenau vorbei und schauten schon mal, was un s hier erwarten würde. Vor allem das Bananenboot hatte es Bruno angetan. Der nächste Halt war dann schon Heinsheim, unser Ziel für heute, da hier kuriose 2CV Enten, Modellboote und" Gelis Funtrikes" zu besichtigen waren. Auch wurde eine Helikopter Rundflug angeboten.

Zuerst wurde ein Begrüßungstrunk von Neptun und seinen Sirenen gereicht, was wir natürlich sehr gut fanden. Dann besichtigten wir ausgiebig die Funtrikes und Motorräder mit 3 Rädern, die an Platz zum Sitzen und Verstauen keine Wünsche offen ließen. Wir spielen jetzt Lotto....

Doch plötzlich entdeckten wir die "Anlegestelle" der schwimmenden 2CV Enten. Hier kaperten wir sofort die "Rote" und Karlheinz, Hildegard, Bruno und ich, von unserem Paparazzi eingeladen. Bis wir drin saßen und Bruno vorne drauf auf einem festgeschweißten Stuhl unter der Motorhaube..wo sonst... war das Gelächter schon groß. Dann aber als sich das Bootchen in Bewegung setzte war es erst mal still, der Neckar kam uns irgendwie riesig vor. Bruno, der es blöd fand mit dem Rücken zu uns zu sitzen, drehte sich einfach um brachte Leben in uns alle, auch in den Steuermann!! Der schrie ihn an..." Sofort hinsetzen und Ruhe halten!". Wir sahen dann auch gleich weshalb. Uns kam ein Ausflugsdampfer entgegen mit einer beachtlichen Bugwelle. Ich dachte wir sehen gleich Neptuns Reich etwas näher!!! Aber es ging alles gut und wir fuhren dann unter einer Wasserfontäne durch direkt zur Anlegestelle zurück.

Weiter ging die Besichtigung zu den Fahrzeugen des Clubs 2CV und VW Käfer und Traktoren. Die VW Käfer waren hier nicht alle fahrbereit aber zu Grillstationen umgebaut oder Sitzplätzen rund ums Lagerfeuer. Leider ließ der Hubschrauber auf sich warten und wir nahmen eins der Pendelschiffe um noch eine Station weiter nach Gundelsheim zu schippern, wo wir das majestätische Schloss über der Neckarschleuse bewunderten. Uns wurde erzählt, dies ist ein Altersheim... Auch nicht schlecht, bei der Aussicht!! Aussteigen wollten wir hier nicht und so ging es wieder zurück nach Bad Wimpfen, saßen vorne auf Deck und genossen das herrliche Wetter, wie Urlaub halt.

Wieder an Land erklommen wir den steilen Aufstieg zum Hotel, um uns für das eigentliche Highlight des Wochenendes vorzubereiten.

Der Höhepunkt des Neckarspektakels war am Samstagabend der Schiffskorso mit Musik, Tanz und fünf Mal Feuerwerk. In jedem der fünf beteiligten Orte startete ein Schiff zum nächtlichen Neckarerlebnis. Wir mussten noch eine Station weiter Neckar aufwärts fahren, denn ab der Schleuse in Kochendorf startete der Korso gefolgt von zahlreichen Booten und Yachten zum Lichterspektakel auf dem Wasser. Die ersten Raketen der Feuerwerke stiegen nach Einbruch der Dunkelheit gegen 22.30 Uhr gen Himmel Wir konnten auf und auch unter Deck die Brillant-Feuerwerke hautnah erleben. Fast nahtlos reihte sich ein Feuerwerk an das nächste. Beim großen Finale vor der Neckarschleuse in Gundelsheim verzauberte das große Abschlussfeuerwerk nochmal mit funkelnden Lichtern, die sich geheimnisvoll im Wasser spiegelten.

Als wir dann wieder in Bad Wimpfen anlegten, waren wir teilweise müde, erschöpft aber auch sehr bewegt über das Erlebte.
Doch trotz allem entschied sich ein Teil der Truppe noch für einen Besuch des Uferfestes, wo uns die Klänge einer Band lockten für einen runden Abschluss des ereignisreichen Tages. Hier bekamen wir noch individuelle Wünsche ,was Getränke und Essen betraf, erfüllt. Und als dann noch Rock'n roll und Twist aufgespielt wurde, gab es kein Halten mehr. Die Tanzfläche wurde gestürmt von den Mädels und so rockten wir noch eine Zeit und fanden das Leben ganz wunderbar. Die Rollerjungs hätten gerne mitgerockt aber sie mussten unsere Drinks halten :-)

Gut gelaunt und beschwingt ging es dann wieder den Berg hinauf, wo wir schließlich glücklich in die Betten sanken.

Am nächsten Morgen nach dem Frühstück mussten wir schon wieder Abschied nehmen . 1. Ziel war Offenau, wo wir einen kleinen Halt machen wollten, bevor es dann wieder Richtung Heimat ging.

Gesagt, getan . Auf einem Fußgängerweg am Neckarufer entlang fuhren wir auf einen Parkplatz in der ersten Reihe. Karl-Heinz und Hildegard parkte ordnungsgemäß auf einem Parkplatz im Ort . Wir schlenderten über den kleinen Künstlermarkt, lernten den Kasperl Mockert und seine Frau kennen, und fanden es schade dass die Mittelaltertruppe Aposta Equitis noch nicht wach war, die hier ihr Lager aufgeschlagen hatte. Später, als Andreas und Kornelia dann noch eintrafen, konnte dieser in einem Schwertkampf sein Können beweisen und wurde zum Ritter Andreas getauft. Schade dass wir schon weitermussten.

Jetzt fuhren wir bis Eberbach am Neckar entlang und freuten uns dass uns der Wettergott so hold war. Leider kannte mein Navi unterwegs den einen oder anderen und wollte diese besuchen. Wir fuhren manchmal irritiert in eine abgelegne Straße und in Eberbach wurde dann ein kurzer Halt eingelegt, um die weitere Vorgehensweise zu beratschlagen. Kurz und gut, ich nahm meine altgewohnte Karte und wir fuhren dann bis nach Erbach im Odenwald quer durch den Odenwald . Hier übernahm Günther kurz die Führung, da ich den Weg zu Schlossplatz nicht gleich fand.

Direkt dort fanden alle einen Parkplatz, absteigen, Essen fassen in der Brauerei, in der wir schon öfter eingekehrt waren. Bis das kam, entwischten Nicole und ich kurz in den um die Ecke liegenden Schlosspark ,um die Blütenpracht in Bildern festzuhalten. Das Essen war wieder köstlich und die Stimmung gut. Das änderte sich aber sofort, als wir an unser Fahrzeuge kamen. Alle hatten einen blauen Zettel an der Scheibe. Parken in nicht gekennzeichneten Flächen. Mal sehen was kommt. Dann fuhren wir dank Günthers Führung gemütlich durchs Ried nach Hause und hatten wieder einmal ein wunderbares Wochenende miteinander, das dank der Planungshilfe des Tourismusbüros von Bad Wimpfen optimal geklappt hat. Immer wieder gerne.