Ausfahrt nach Andernach zum Geysir am 26. August 2012


Von Inge Schulze

Abfahrt: 8:15 Uhr

Brrr. Kalt ist's morgens bei der Abfahrt aber wir wollten früh los, um entsprechend viel Zeit in Andernach verbringen zu können. Ich hatte für diesen Tag einen Beverly 125 Roller ausgeliehen, um mal zu testen, wie es sich mit größeren Rädern fährt.

Nicole, Günther , Gisbert mit Maria sowie Bruno und ich fuhren durch MZ-Kostheim, Wiesbaden Biebrich bis WI-Schierstein, wo erst Peter und Geli und dann Elke sich vor Walluf in die Gruppe einreihten.

Wir fuhren durch Eltville, dann auf der B 42 bis Lahnstein, über die Koblenzer Brücke den Rhein überquerend und auf der B 9 weiter bis Andernach. Das Geysirzentrum war schnell gefunden , Parkplätze auch und wir konnten uns in einem Eiscafe mit warmen Getränken und auch belegten Brötchen und Kuchen versorgen.

Dann gingen wir gemeinsam zum Geysirzentrum , lösten unsere Eintrittskarten einzeln, wo wir dann merken können, dass unsere Truppe doch älter wird, die meisten konnten mit Ihren Rentenausweisen winken und Rabatte erzielen. Anstellen ist angesagt. Wir warten auf den Aufzug. Dieser zeigt von außen auf einer Scala an, dass er gearde 4000 Meter tiefer angekommen ist. Schluck. Mir wird bang, Geli auch. So tief.. wie schnell fährt er denn.. ist die Frage an die Dame, die das Einsteigen in den Aufzug regelt. Sie macht uns Mut und so steigen wir dann endlich ein. Ein Tonband läuft und an den Wänden sehen wir die Stockwerke nur so an uns vorbei rasen, die verschiedenen Erdschichten werden sichtbar und wir kommen wohlbehalten im Stockwerk tiefer an :-)

Dort können wir alles über die Entstehung eines Geysirs lesen, vieles bewegen, selber ausprobieren, vom Füllen eines Glaszylinders um die Wette bis zum Blubbern lassen des Gases, um zu sehen wie Sprudel in die Flasche kommt zum Beispiel. Durch Sandsäcke kämpfen wir uns durch, um zu sehen, welche Kraft das Gas anwenden muß, um durch die Gesteinsschichten zu dringen. Hier wurden manche wieder zu Kindern; lustig war, als Nicole ihr Hand durch eine der Öffnung steckt, um dort das Gestein auf der anderen Seite der Wand zu ertasten und erraten, eine andere Hand von der Rückseite ihre nahm und schüttelte. In einem Raum konnte man sich auf Sitzsäcke setzen und optisch herumschwebende Luftblasen beobachten. Hier machte eine nette Dame vom Infozentrum ein Bild von denen die da saßen. Von der Dachterrasse konnte man über Andernach hinweg schauen und unsere Roller auf der gegenüberliegenden Straßenseite sowie den träge vorbei fließenden Rhein sehen.

Im Souvenirshop erstand ich dann noch einen Pin zur Erinnerung an diesen Tag für alle und dann mussten wir schon auf das Schiff wechseln, was wir vorbestellt hatten, welches uns zum Geysir bringen sollte.

Leider fing es an ein wenig zu tröpfeln, was aber unserer guten Laune keinen Abbruch leistete. Ich sank erschöpft auf die Tischplatte, was sofort von allen Fotos festgehalten wurde, mein Schirm wurde vom Wind umgedreht, also wie immer, Augen zu und durch.

Nach dem Anlegen, die Fahrt dauerte ca. eine viertel Stunde, mussten wir von Bord und der Wind wehte noch stärker. An einer Ausweichstelle auf der Landebrücke wartet die Gruppe auf Nachzügler. Aber was ist das? Elke führt eine Oma mit Kopftuch über die Brücke, OMA????? Nein Bruno ist es, wie soll es auch anders sein. Aber es zeigt ,dass unser Halstuch für die Hitze (Schwarzwald) und auch für den Regen gut ist :-)

Ein kurzer Spaziergang, dann sind wir an den Platz, an dem das Schauspiel gleich beginnen soll.

Jeder drängelt sich nach vorne, um ja alles mit zu bekommen. Was später dann zeigt, man bekommt alles mit. Als die Fontäne des Geysirs hoch oben stand, wechselte der Wind und ein feiner Sprühregen versaute sogar die Fotoapparate, alle liefen weg, aber doch erstaunt, dass die Natur ein solches Schauspiel täglich fast regelmäßig wiederholt.

Der Geysir Andernach (vormals Namedyer Sprudel) ist mit 50 bis 60 Metern der weltweit höchste Kaltwassergeysir. Der Geysir wurde 1903 erstmals auf dem Namedyer Werth, einer Halbinsel im Rhein bei Andernach, erbohrt. Er ist seit 2006 touristisch erschlossen und eine der Attraktionen im Vulkanpark sowie Teil des nationalen Geoparks Vulkanland Eifel. Die Eruptionsdauer beträgt acht Minuten bei einem natürlichen Intervall von 100 Minuten zwischen den einzelnen Ausbrüchen. Kohlendioxidgas treibt den Geysir an, vergleichbar mit einer geschüttelten Mineralwasserflasche. Wer sich noch mal über das Phänomen genauer informieren will kann es gerne mit dem Link www.geysir-andernach.de tun.

Alle zurück an Bord, füllen wir dann einen Fragebogen aus, der über die Meinung zu Eintrittspreis und Erlebniswert Aussagen trifft.

Dann geht es wieder auf die Fahrzeuge, wir wollen noch nach Lahnstein zu Maximilians Brauwiesen www.maximilians-brauwiesen.de um die hungrigen Mägen zu füllen.

Dort erwartet uns wie immer eine nette Bedienung, die unsere diversen Wünsche schnell erfüllt und wir dann gestärkt durchs Lahntal nach Bad Ems und Nassau und von dort über die Bäderstrasse Richtung Heimat rollern können.

Ein wenig zu gerade gerollert, ohne Kurven, aber entlang des Rheins viele schöne Aussichten genossen, leider Andernach nicht besichtigt wegen Zeitmangel, etwas dazu gelernt ,über das eine oder andere nachgedacht und wieder viel gelacht. Das ist das Resümee dieses Ausfluges.

Danke für Eure Teilnahme.