Besuch des Stuttgarter Weihnachtsmarktes am 03.12.2006

Von Detlef Hennig

Als Ersatz für eine Weihnachtsfeier im herkömmlichen Sinn und in anbetracht der Sangeskünste der Gruppe wurde alternativ der Besuch des Weihnachtsmarktes in Stuttgart beschlossen. Unsere Rollermama hat die Zugfahrt und die Fahrkarten organisiert und frühmorgens ging es dann ab Hauptbahnhof Mainz los, wo die Gruppe sich "sternfahrtmäßig" traf.

Nach dem alle ein Abteil geentert und besetzt hatten, wurde überraschender Weise und ohne schuldhaftes Zögern der Sekt und die Plätzchen ausgepackt, was manche danach zu einem Nickerchen nutzten (Bruno aufwachen!!) Um keine Verluste beklagen zu müssen, wurden entsprechende Stadtplanausschnitte verteilt, in denen Hauptbahnhof, Weihnachtsmarkt und Sophie’s Brauhaus eingezeichnet waren, mit den entsprechenden Handynummern und Abfahrtszeiten der Züge (manche benötigten auch 2 - gell Bruno). Es waren zwar Plätze in dem Zug um 19:14 reserviert, da ich die Gruppe aber nun auch etwas kennengelernt hatte, habe ich die Züge mal bis morgens um 03:00 Uhr rausgesucht. Kurz nach der Abfahrt gesellte sich eine "Beichtstuhl Frauengruppe" in unserer Nähe. Auf die Frage, wo denn der Weihnachtsmarkt in Stuttgart wäre,kam unser Reiseservice zum und im Zug. Die übrig gebliebenen Stadtpläne haben wir als Rollerclub Reiseservice verteilt und warten seither auf die Anrufe auf unseren Handys.

In Stuttgart angekommen musste ein Pärchen erstmal "den Sekt wegbringen". Nach gefühlten 90 Minuten kamen sie endlich zurück und wir erreichten nach kurzem Fußmarsch den Weihnachtsmarkt. Hier wurde am Brunnen vor dem Schloss erstmal ein schönes Gruppenfoto "geschossen".

Der Weihnachtsmarkt in Stuttgart zieht sich vom Schlossplatz bis zum Rathaus und ist mit 250 geschmückten Ständen, die zum Teil mit sich bewegenden Figuren auf den Dächern geschmückt sind, ein echtes Erlebnis. Auf dem Weihnachtsmarkt gab es alles Mögliche zu bestaunen, auch wurden erstmal Kopfbedeckungen jeglicher Art ausprobiert. Ehrlich, richtig intelligent hat damit keiner von uns ausgesehen, wir dachten eher, wie hätten mit Bruko Schulzonnen ein neues finnisches Vereinmitglied unterstützt von Nikoläusin Jutta.

Es wurde vereinbart, dass man sich nach dem Rundgang in Sophie`s Brauhaus trifft, da wir davon ausgegangen sind, dass wir uns in der großen Gruppe auf dem Markt eher verlieren, wenn das beim Hintereinanderfahren sonst schon nicht klappt. Aber was bei fast jeder Rollertour passiert, passierte hier nicht. Wir blieben alle zusammen (Vielleicht Angst vor der großen Stadt?). Bis auf Axel, der seiner neuen Freundin die dunklen Stuttgarter Ecken ... sorry den Weihnachtsmarkt zeigen und früher heimfahren wollte (war eine gute Ausrede Axel).

Nach selbstgebrautem Bier, zünftigem Essen und einem Bierschnaps konnten wir den Weihnachtsmarkt im Dunkeln bestaunen. Die Atmosphäre war einzigartig, allein das Wetter passte nicht dazu. Mittags sowieso schon relativ warme Sonne und abends kaum abgekühlt schwitzten wir in Pullovern, Winterjacken und Schals vor uns hin. An einem Stand kam jemand auf die Idee ein Hui Hui-Hölzchen dem neuen Mitglied zu kaufen, mit den Worten, "der kriegt das bestimmt nicht hin". Das neue Mitglied vertröstete dann auf die Heimfahrt im Zug.

Überraschender Weise haben wir tatsächlich den geplanten Zug erreicht. Kaum im Abteil sitzend hatte ich dieses komische Hölzchen mit dem Propeller und den Kerben in der Hand. Ich konnte allerdings folgenden Deal vereinbaren. Sollte es funktionieren, trinkt jeder einen mitgebrachten Schnaps mit. Da man sich sicher war, dass das nicht klappt, willigte jeder mit einem süffisanten Lächeln ein. Was soll ich sagen, der Schnaps war schnell leer und die Gruppe eher etwas angeheitert und damit auch schnell müde. Danach musste aber das Gerät erstmal von jedem überprüft werden, ob das auch mit rechten Dingen zuging.

Abends angekommen, freute man sich über den schönen Tag und überlegte, nächstes Jahr ebenfalls einen Weihnachtsmarktbesuch zu unternehmen.

Bildergalerie